Start Highlight Demodikose – wenn ein schwaches Immunsystem Milben Türen und Tore öffnet

Demodikose – wenn ein schwaches Immunsystem Milben Türen und Tore öffnet

Teilen

Die Demodikose ist ein gehäuft auftretender, äußerst hartnäckiger Befall der sogenannten Demodexmilbe. Zwar gehören sie auch bei gesunden Hunden zur normalen Hautfauna, doch im Krankheitsfall kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung. Bei schweren Verläufen verursacht eine Demodikose einen hohen Leidensdruck für Hund und Halter und kann im schlimmsten Fall sogar durch Folgeerkrankungen wie schwere Infektionen zum Tod führen.

Demodexmilben treten auch bei gesunden Hund vor allem im Bereich der Talg- und apokrinen Schweißdrüsen auf. Allen behaarten Säugetieren, so auch dem Mensch, ist das Vorkommen der Demodexmilben gemein. Je nach Art gibt es zahlreiche Unterarten. Während beim Menschen ein Zusammenhang zwischen dem Fehlen bestimmter Leukozytenantigene und einem unkontrollierbaren Vermehren der Demodexmilbe festgestellt werden konnte, fehlen beim Hund noch jegliche Erkenntnisse zu den Ursachen einer Demodikose. Lediglich für die generalisierte Form der Demodikose, also die erblich bedingte, wird ausschließlich auf die Kontrolle der Demodexmilbe beschränkter Defekt der T-Lymphozyten vermutet. Dies würde auch die familiäre Häufung innerhalb einer Population sowie die Prädisposition mancher Rassen erklären.

SYMPTOME EINER DEMODIKOSE

Wenn sich die Demodexmilbe explosionsartig vermehrt, können in den betroffenen Haarfollikeln keine neuen Haare mehr gebildet werden. Es kommt zu auffälligen haarlosen Bereichen, die entweder scharf abgegerenzt sind oder diffuse Ränder aufweisen. Sehr oft sind die betroffenen Hautareale von bakteriellen
Sekundärinfektionen mit Pusteln oder auch Krusten betroffen, manchmal stellt sich auch leichter bis sehr starker Juckreiz ein.

DIAGNOSE DURCH DEN TIERARZT

Um eine Demodikose zweifelsfrei zu diagnostizieren, ist eine mikroskopische Unersuchung eines tiefen Hautgeschabsels aus dem betroffenen Bereich notwendig. Leider ist trotz aller Sorgfalt eine negative Diagnose trotz Befall nicht ausgeschlossen, beispielsweise wenn die Pfoten betroffen sind oder die Haut entzündungsbedingt verdickt ist. Dann hilft nur die Entnahme einer Gewebeprobe, also eine Biopsie. Wenn die mikroskopische Untersuchung mehrere Demodexmilben nachweist, ist die Diagnose gesichert.

BEHANDLUNGSWEGE BEI DEMODIKOSE

Anders als bei sonstigen Hauterkrankungen darf bei
einer Demodikose keinesfalls mit Kortisonpräparaten
behandelt werden, da diese immer eine zusätzliche

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 01/2018

YOUR DOG für iOSYOUR DOG für iOS YOUR DOG für Android YOUR DOG für Kindle YOUR DOG als PDF Newsletter

Deine Meinung dazu: