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Der erste eigene Wurf

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Welpen sind so unbeschreiblich süß und liebenswert. Für uns Menschen strahlen sie eine unwiderstehliche Wirkung aus und wir können gar nicht anders, als sie zu berühren, knuddeln und anzuhimmeln. Welpen sind entzückend und das Kindchenschema erfüllt seinen Zweck nahezu ausnahmslos. Ihr Reiz wirkt auf uns unglaublich anziehend. Doch welche Motive haben Züchter, sich einem derart teuren und verantwortungsvollen Hobby zu verschreiben? Sind es rein ideelle Auslöser oder spielen Geld, Gewinnoptimierung oder Ansehen die Hauptrolle? Was macht einen guten Züchter aus und welche Grundvoraussetzungen sollten erfüllt sein?

Die Zucht ist ein hoch komplexes Thema und es gehört einiges mehr dazu, als eine hübsche Hündin zu besitzen. Ein Züchter sollte stets verantwortungsvoll handeln und den bestmöglichen Beitrag zur Gesunderhaltung seiner auserwählten Rasse beitragen.

Es ist keineswegs damit getan, eine Hündin und einen Rüden zusammenzubringen und die Welpen zu verkaufen. Hundezucht ist auch, wenn als Hobby tituliert, eine ernsthafte Angelegenheit.

Züchterethik

Ein seriöser Züchter züchtet nicht, um die Welpen zu verkaufen und damit Gewinn zu erzielen, sondern bemüht sich, gesunde, wesensfeste und sozial verträgliche Hunde heranzuziehen. Er ist meistens Mitglied in einem anerkannten Zuchtverband und lässt sich von diesem freiwillig kontrollieren und beurteilen. Das Wohl des Tieres sollte bei einem guten Züchter an oberster Stelle stehen.

Eignung der Hündin

Ihre Hündin ist wesensfest, hat einen tollen Charakter und sieht dazu auch noch umwerfend gut aus? Diese Kriterien sind gut, doch noch lange nicht ausreichend für eine verantwortungsvolle Zucht. Jede Rasse beinhaltet bestimmte Standards, die sowohl die Charaktermerkmale als auch die äußere Erscheinung beschreiben. Jede Rasse birgt unterschiedliche Krankheitsmerkmale, die unbedingt vor der Belegung der Hündin ausgeschlossen werden müssen. Die Hündin muss also bestimmte Qualitätsmerkmale aufweisen und rassetypische Untersuchungen sollten vor der Zucht mit positivem Ergebnis abgeschlossen sein.

Voraussetzungen, die ein angehender Züchter mitbringen sollte

Der zukünftige Züchter sollte auf jeden Fall großes Interesse und Erfahrung am Hund mitbringen und einer Rasse besonders zugetan sein, mit der er idealerweise auch schon zusammenlebt. Die Aneignung von Sachkunde und rassespezifischen Merkmalen ist selbstverständlich. Um züchterisch tätig zu werden, empfiehlt es sich einschlägige Literatur zu lesen und Züchterseminare und Fortbildungen beispielsweise beim ÖKV zu belegen. Notwendiges Wissen beinhaltet Grundkenntnisse in Vererbungslehre, Wissen über den Deckakt bis zur Abgabe der Welpen, Tierschutzgesetz, Verordnungen, Tierkaufverträge, AGBs, Erste Hilfe, zuchtrelevante und erblich bedingte Erkrankungen.

Zusätzlich zu dem anzueignenden Wissen müssen bestimmte räumliche Gegebenheiten vorhanden sein, um den Welpen gerecht zu werden. So sind Züchter beispielsweise verpflichtet, die Zuchtstätte nur in Hör- und/oder Sichtweite des Wohnsitzes zu betreiben. Die Anschaffung einer Wurfkiste ist ratsam und den Welpen sollte ein dauerhafter Ausgang nach draußen zur Verfügung stehen. Die Wurfkiste sollte sowohl der Hündin als auch den Welpen ausreichend Platz bieten. Die Wände müssen genügend hoch sein, damit die Welpen sie nicht überklettern können. Der Raum, in dem sich die Geburt und Aufzucht vollziehen sollen, muss trocken und gut belüftet sein. Eine normale Zimmertemperatur von ca. 22 Grad genügt. Über den Welpen wird eine Wärmelampe angebracht, die für eine Bodentemperatur von ca. 30 Grad sorgt. Die Welpen sind auf jeden Fall vor Zugluft und Feuchtigkeit zu schützen. Die Räumlichkeiten müssen über eine bestimmte Größe verfügen und sollten ausreichend Tageslicht erhalten.

Der Kostenfaktor darf nicht unterschätzt werden, denn zusätzlich zu eventuellen Umbauten oder Welpen-sicheren Zäunen im Garten, können ungeplante Tierarztkosten dazu kommen. Die Gesundheitsvorsorge der Hündin, die rassebedingten Untersuchungen, sowie die Gesundheitskontrollen, das Chippen und mögliche Komplikationen setzen einen finanziellen Puffer voraus.

Die Suche nach dem passenden Rüden kann beginnen

Verpaarungen sollten sorgfältig geplant werden, denn Ziel ist immer, die Qualität der Rasse zu erhalten oder gar zu verbessern. Doch auf was müssen Sie achten, um Ihrem gesetzten Wurfziel am Nächsten zu kommen und wo finden Sie den richtigen Deckrüden für Ihre Hündin? Besuchen Sie Hundeausstellungen, studieren Sie Ahnentafeln, schauen Sie, ob Ihre Vereinsseite eine Deckrüdenliste hat und tauschen Sie sich mit Züchterkollegen aus. Auch Arbeitsergebnisse können hilfreich sein und geben Aufschluss. Achten Sie unbedingt auf den Verwandtschaftsgrad, damit Sie keine Inzucht betreiben. Die Gesundheitsergebnisse des zukünftigen „Vaters“ spielen eine sehr wichtige Rolle.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 03/2017

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