Start Highlight Tierquälerei in Merzen: Update: Hündin wurde abgenommen!

Tierquälerei in Merzen: Update: Hündin wurde abgenommen!

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Verzweifelt wendet sich der Tier- und Naturfreunde Merzen e.V. auf seiner Facebookseite an die Öffentlichkeit. Ein grausamer Fall von Tierquälerei bei dem eine Dobermannhündin unter lauten Schmerzensschreien mit einer Eisenstange von ihrem Halter geschlagen wird. Das Beweisvideo spricht Bände. Außerdem zeigt ein Foto, dass sie Hündin auch ein laut Deutschem Tierschutzgesetz verbotenes Teleimpulsgerät um den Hals trägt. Doch beides ist für das zuständige Veterinäramt in Merzen kein Grund einzuschreiten. 

„Wir müssen euch mitteilen, dass die Veterinärbehörde LK Osnabrück im Misshandlungsfall der Dobermannhündin keinen Handlungsbedarf sieht. Das Tier sei zwar scheu und zurückhaltend aber gut genährt und habe dort ausreichend Auslauf.
Dies ist für uns ein Schlag ins Gesicht. Sind Beweise heute nichts mehr Wert? Für manch Veterinär im Landkreis Osnabrück wohl nicht, wie wir die letzten Jahre immer wieder zu spüren bekamen.“ Damit ruft der Verein Tierfreunde zur Unterstützung auf, um die gequälte Dobermannhündin aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Das Deutsche Tierschutzgesetz bietet angesichts des Beweisvideos bzw. -fotos genug Handlungsspielraum und regelt klar:

TSchG, Erster Abschnitt, Grundsatz § 1: „Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen

und weiter:

TSchG, Zweiter Abschnitt, Tierhaltung § 3: „[…]Es ist verboten ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist […]“

Es sind genau diese Umstände, die verhaltensunauffällige normale Hunde unberechenbar und verhaltensauffällig werden lassen, was angesichts solcher Bilder nicht verwunderlich ist. Auch im Falle des kürzlich eingeschläferten Hundes „Chico“, der im April seine beiden Halter tot biss, wurde im Nachhinein bekannt, dass die zuständigen Behörden trotz mehrmaliger Hinweise nicht reagiert haben.

Wir verfolgen die Entwicklung in diesem Fall weiter.

Update: Dienstag, 15.05.2018

Soeben wurde uns vom Landkreis Osnabrück bestätigt, dass die Hündin dem Halter abgenommen wurde.

Der Landkreis Osnabrück hat den Hund mit Einverständnis des Halters abgeholt. Der Hund wird jetzt unter amtlicher Aufsicht in professionelle Hände übergeben. Diese Nachricht kann gern in den verschiedenen Tierschutz-Netzwerken und FB-Gruppen geteilt werden, damit keine weiteren jetzt unnötigen Anrufe oder Anzeigen eingehen. Vielen Dank und freundliche Grüße, Team der Pressestelle

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