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Yorkshire Terrier

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Oft als Schoßhund behandelt, ist der Yorkshire Terrier natürlich ein waschechter Terrier, und in Folge dessen eine große Persönlichkeit. In den 90ern zählte er zu den beliebtesten Zwerghunden überhaupt, dieser Tage ist es etwas ruhiger um den Wirbelwind geworden.

Der Yorkshire Terrier hatte früher in der Armenschicht Englands eine wichtige Aufgabe, und zwar Ratten und Mäuse, die Krankheitsüberträger schlechthin, zu reduzieren. Er wurde in der Grafschaft Yorkshire aus Kreuzung verschiedener Rassen, vor allem des Skye Terriers und eventuell des Maltesers, Ende des 19. Jahrhunderts gezüchtet. Zur FCI Gruppe 3, Terrier gehörend und dort zu Sektion 4, den Zwerg-Terriern ohne Arbeitsprüfung, ist seine Widerristhöhe nicht im Standard festgelegt. Er sollte bis max. 3,2 kg wiegen, oft finden wir aber viel kleinere Exemplare. Den Mini-Yorkie, wie oft auf diversen Internet-Plattformen zum Verkauf angeboten, in dem Sinne gibt es nicht. Das Fell ist lange, fein und glänzend und bedarf besonderer Pflege, um die seidene Struktur zu erhalten. Die Farbe des Yorkshire Terriers wird als Stahlblau (nicht Silberblau) beschrieben, an der Brust ein helles Braun. Fehlerhaft sind falb-, bronzefarbene oder dunkle Haare. Die Rute wird etwas über der Rückenlinie getragen.

Selbstbewusst und robust

Der Yorkshire Terrier ist trotz seiner Größe ein selbstbewusster, robuster und lebhafter Hund – nach Terriermanier wachsam und intelligent. Konsequenz, klare Regeln und Gehorsamstraining sind wichtig, damit der kleine Rabauke nicht zum lästigen Kläffer wird. Wird dies nicht berücksichtigt und der kleine Hund unterschätzt, kann dies sehr schnell in übertriebenem Wachtrieb, Aggression gegenüber Menschen und Hunden, bzw. generell anderen Tieren, und Zerstörungswut enden. Eine Beschäftigung, die den viffen Kerl fordert, sollte unbedingt sein und erleichtert das Leben ungemein.

Erblich bedingt sind vor allem die Augen, die Luftröhre und Kniescheibe die Schwachpunkte in der Gesundheit des Yorkshire Terriers. Linsenverlagerung (durch eine Schwäche des Aufhängeapparates der Augenlinse), Grüner Star, Absterben der Netzhaut (Progressive Retinaathropie) das Auge betreffend, Zusammenfallen der Luftröhre (Trachealkollaps) und daraus resultierend schwere Atemprobleme, und eine Neigung zur Luxation der Kniescheibe. Für die Augen kann man durch Gentests das Risiko für die Welpen minimieren, und betreffend der Atmung und Kniescheibe empfiehlt es sich natürlich, auf die Elterntiere zu achten.

Kein Schoß-, sondern ein vollwertiger Hund

Kein einfacher Anfängerhund aufgrund seines starken Charakters und auch seiner Intelligenz, bedarf es klarer Regeln kombiniert mit einer ordentlichen Portion Durchsetzungsvermögen, um gegen den Dickkopf anzukommen! Der Yorkshire Terrier, auch liebevoll Yorkie genannt, neigt zum Kläffen, da er bei nicht ausreichender Erziehung alles und jeden kommentieren und auch kontrollieren möchte. Der stark ausgeprägte Beschützerinstinkt tut sein Übriges dazu, und so wird ganz schnell aus dem süßen „Schoßhund“ (der er ja so gar nicht ist) ein kläffender und schnappender Gefährte. Auch anderen Hunde gegenüber gehört er früh sozialisiert, und unangenehmen Erfahrungen vorgebeugt, für beide Seiten!

Man darf sich von der Größe und zarten Erschinung nicht täuschen lassen: vor uns steht ein vollwertiger Hund, der auch als Hund behandelt und beschäftigt werden möchte. Seien es schöne Spaziergänge in der Natur, laufen, spielen, lustige Schnüffelspiele, aber auch im Hundesport ist er mehr als aufgehoben. Im Agility und auch Breitensport trifft man schon den einen oder anderen Yorkie, sie eignen sich aber durchaus auch für die BGH oder Obedience inkl. Rally Obedience Stufen, Dogdance, für Nasenarbeit (Fährte, Stöbern), und natürlich auch für alle Sportarten, in denen (noch) keine oder wenige Bewerbe gelaufen werden, wie Longieren und Frisbee oder Trickdog. Wichtig ist, den aktiven Charakter sinnvoll zu beschäftigen, und ihn ernst zu nehmen. Dann wird auch dieser kleine Hund alles geben, und durchaus auch große Konkurrenten hinter sich lassen.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 05/2017

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