Start Highlight Wellness im Tierheim: Musik und Aromatherapie gegen Stress

Wellness im Tierheim: Musik und Aromatherapie gegen Stress

Einen völlig neuen Weg möchte das Tierschutzzentrum Dortmund zumindest probeweise einschlagen. Zur Reduktion des Stresslevels von Tierheimhunden, setzen die Betreuer seit einigen Wochen versuchsweise beruhigende Musik, Licht sowie Düfte ein.

Licht- und Musik-Wellness im Tierheim
Stressabbau im Tierheim – durch Musik, Licht und Duft. Foto: WDR

Für Hunde ist der Weg ins Tierheim oft der Weg in eine völlig neue Welt voll Unbekanntem. Der Tierheimalltag hält nicht sehr viel Abwechslung für die Tiere bereit und schon die Unterbringung mit mehreren Raumgenossen sorgt für viele Hunde für enormen Stress. Hunde, die unverschuldet durch einen Todesfall ihr Zuhause verloren haben, kämpfen besonders mit der neuen Umgebung. Man stelle sich vor, man verbringt sechs, sieben Jahre in ausgeglichener Zweisamkeit mit seinem pensionierten Zweibeiner und findet sich nach dessen Tod plötzlich in einem Tierheim wieder. Die Gewöhnung an die vielen neuen Gerüche, Eindrücke, Artgenossen wirft viele Hunde aus der Bahn. Je nach Zustand des Tierheims stehen zahlreiche Käfige oft nebeneinander. Beginnt ein Hund zu bellen, dauert es meist nicht lange bis alle Hunde im Raum bellen. Eine Situation, in der sich Hunde automatisch immer weiter hochschaukeln.

Licht- und Musik-Wellness im Tierheim
Licht in verschiedenen Farben und Musik soll die Hunde entspannen. Foto: WDR

Wirksamkeit wissenschaftlich bewiesen

Anstoss für die Versuchsreihe waren Forschungsergebnisse der Uni Wien. Demnach würden beruhigende Therapien mit Licht, Düften und Musik auch bei Hunden sehr gut wirken. Im Dortmunder Tierschutzzentrum bekommen die Hunde nun jeden Abend eine Aromatherapie mit Sandelholz. Farbenwechselnde Lampen, die vor den Zwingern aufgestellt werden, sorgen außerdem für die nötige Entspannung. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit einer Naturheilpraktikerin, erklärt der Leiter Peter Hobrecht: „Wir haben eine Naturheilpraktikerin, mit der wir relativ oft zusammen arbeiten. Und die hat für uns ein Konzept gemacht, hat die Geräte und Utensilien ausgesucht und beschafft. Und so probieren wir das nun aus.

Erste Erfolge ließen sich rasch feststellen

Sebastian Schwarz ist Tierpfleger und schildert die spürbare Verbesserung bei einer Dobermann-Hündin: „Die war zum Beispiel ein sehr hibbeliger Hund, sehr aufgedreht, fast schon überdreht. Bei ihr hat man direkt gemerkt, dass sie bei dieser Musik auch wirklich ruhiger und entspannter wurde.“ Im ersten Versuch bleibt die Entspannungstherapie auf die Hunde des Tierschutzzentrums Dortmund beschränkt.

Wir finden das super und berichten gerne über weitere Tierheime, die ähnliche Wege gehen.

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