Start Highlight Operation nach der PAUL-Methode bei Ellbogendysplasie

Operation nach der PAUL-Methode bei Ellbogendysplasie

Ist das Ellbogengelenk durch Arthritis oder andere schmerzhafte Fehlbildungen bzw. Beschädigungen in Mitleidenschaft gezogen, hat der betroffene Hund unter erheblichen Schmerzen zu leiden. Dr. Christian Schwingshandl von der Tierklinik Wels ist, neben der Veterinärmedizinischen Universität Wien, österreichweit der erste Tierarzt, der nach der neuartigen PAUL-Methode operiert und dem vierbeinigen Patienten so ein Stück Lebensqualität zurückgibt.

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Ellbogendysplasie ist ein chronisch verlaufender, mit Arthritis einhergehender Krankheitskomplex des Ellbogengelenks bei schnellwüchsigen Hunden. Wie beim Menschen ist Arthritis beim Hund schmerzhaft, was zu intermittierender und persistierender Lahmheit, insbesondere bei körperlicher Aktivität wie Wandern, Laufen, Schwimmen führen kann.

Erste Anzeichen im Junghundealter

Die Problematik beginnt während des Wachstums, in den ersten Lebensmonaten. Die Hunde sind 6-8 Monate alt, wenn zum ersten Mal eine Anlauflahmheit beobachtet wird. Das Vorderbein wird oft deutlich nach außen gedreht. In der Folge entwickelt sich ein Knorpelschaden bis hin zum völligen Gelenksknorpelverlust, wobei dann Knochen auf Knochen reibt. Die Patienten brauchen meist täglich ein Leben lang Schmerzmittel.   Beim Untersuchen wird ein angefülltes Ellbogengelenk bemerkt und es sind diverse Manipulationen schmerzhaft. Von chronischen Ellbogenschmerzen – oft auch beidseitig – sind hauptsächlich größere Hunde wie Schäfer, Golden Retriever, Labrador, Rottweiler, Berner Sennenhunde betroffen. Diese Rassen sind in Österreich sehr beliebt.

3 Formen der Ellbogendysplasie

Klassischerweise unterscheidet man drei Hauptformen der ED: Knorpeldefekte am Oberarmknochen werden „Osteochondrose (OCD)“ genannt; ein überbelasteter innerer Anteil des Ellbogens heißt „fragmentierter Processus coronoideus medialis (FCP)“ oder „medial compartment syndrome“; und bei Deutschen Doggen und Deutschen Schäferhunden bricht ein Knochenfortsatz ab, ein so genannter „loser Processus anconaeus“. Es ist erwiesen, dass alle Formen der ED vererbt werden.  Da der Ellbogen aus 3 Knochen geformt wird (Oberarm, Speiche, Elle) und diese auch synchron wachsen müssen, ist die Erkrankung sehr komplex und es wurde die Ursache bisher nicht klar definiert. Jüngere Untersuchungen legen nahe, dass die Kraft im Ellbogen vornehmlich auf der Innenseite übertragen werde, was die Entstehung von OCD und FCP an eben diesen Lokalisationen erklären würde.

In der Minderheit der Fälle oder bei klinisch unbedeutender Lahmheit kann man auf eine Operation verzichten und auf Gelenksknorpelersatz und Schmerzmittel setzen. In einer gewissen Form entsteht aber so oder so Ellbogenarthrose, die Folgeerscheinung der Fehlstellung und Überbelastung. Da zwei Drittel des Körpergewichtes auf den Vorderbeinen lasten, wirkt sich diese Arthrose rasch deutlich aus und ist Hunden mit fortgeschrittener Ellbogenarthrose kaum mehr wirksam zu helfen.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 02/2016

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