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Bullterrier im Rasseportrait

Der Bullterrier ist hierzulande nicht besonders weit verbreitet und doch kennt ihn, dank seines markanten Schädels, jeder. Leider erlangte er aber auch durch hetzerische Berichterstattung Berühmtheit und obwohl ihn die wenigsten wirklich kennen, hat er doch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Dabei ist der charmante Clown ein ganz hervorragender Partner für die ganze Familie. 

Damals, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, als der Frühkapitalismus für die normale Bevölkerung nicht viel Lohn vorsah, hatten die Arbeiter der großen Kohlezentren und Porzellanmanufakturen außer den blutigen Tierkämpfen am Wochenende nicht viel Grund zur Freude. Die schwere Arbeit wurde schlecht entlohnt, so hoffte man wenigstens durch gute Wetteinsätze oder als Besitzer eines erfolgreichen Tieres Profit zu schlagen. Sozial schwächere Schichten hatten für die Kämpfe zwischen Bullen und Hunden oder Bären und Hunden oft nicht ausreichend Geld, weshalb sie Hunde- und Hahnenkämpfe veranstalteten. Bald suchte man schnellere, mutigere und zähere Hunde dafür aus, als es die schwerfälligen Bulldoggen waren.

In der einschlägigen Literatur wird vor allem James Hinks, der um 1850 mit der Zucht einer eigenständigen Rasse begonnen hatte, als Begründer des Bullterriers genannt. Allerdings gab es bereits rund 40 Jahre früher erste Hinweise auf die Existenz einer ganz ähnlichen Rasse, nämlich des sogenannten Padington-Bull Terrier, der auch als weißer Bullterrier bekannt war. Diese weißen Bullterrier waren etwa 30 kg schwer und ähnelten von der Kopfform her eher dem heutigen Staffordshire Bullterrier. Ihre „Vorzüge“ sollen damals eine höhere Schmerzschwelle sowie eine etwas gesteigerte Blutgerinnung und sie somit besonders für Hundekämpfe geeignet gewesen sein.

bannerbullterrierKleiner Gladiator – großes Herz

Der moderne Bullterrier hat mit seinen Vorfahren nur noch die Geschichte gemein. Zwar ist er auch heute noch mutig, zäh und zeigt sich bei Hundebegegnungen zickig, aber konsequente Zuchtbemühungen haben aus dem Bullterrier ein echtes Juwel gemacht. Der Hundehalter allein trägt die Verantwortung, einen verträglichen, alltagstauglichen Begleiter aus dem Bully-Welpen zu machen, die Voraussetzungen bringt dieser heutzutage auf jeden Fall mit. Treu und anhänglich in der Familie, ist er heute ein sehr geschätzter Begleiter in allen Situationen und gefährlich oder eher erschreckend sind nur noch so manche Kommentare einiger unwissender Mitmenschen.

Wer einen Bullterrier kennenlernt und diesen charmanten Clown live erleben darf, ist beeindruckt von der enormen Menschenfreundlichkeit und Geduld dieser tollen Rasse. Natürlich sind es aber echte Terrier und sprühen nur so, vor überschäumendem Temperament. Beim gemeinsamen Kuscheln auf der Couch ist davon jedoch nichts zu bemerken. Bullys benötigen von Welpenbeinen an eine solide Grundausbildung, lassen sich aber auch gerne und gut erziehen, wenngleich Bullyfans immer wieder auf den typischen Sturkopf verweisen. Einfühlungsvermögen und Konsequenz sind also nötig, um den Bully zu gewinnen. Manchmal braucht man eben gut riechende Argumente um ihn von der Sinnhaftigkeit der von ihm verlangten Übung zu überzeugen.

Das komplette ausführliche Rasseportrait lesen Sie in Ausgabe 01/2015

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