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Ein Hund für Kinder – die richtige Wahl treffen

Haben Sie anhand des Berichtes in Ausgabe 04/20 festgestellt, dass ein Hund wirklich in Ihren Alltag passt, geht es nun an die Auswahl des Vierbeiners. Auch hier gilt es einiges zu beachten, damit der Traum vom neuen Familienmitglied nicht schnell zum Alptraum wird.

Gerade Familien möchten sich gerne einen Welpen anschaffen, bedenken dabei aber oft
nicht die Größe des ausgewachsenen Hundes. Haben Sie noch kleine Kinder, ist die Anschaffung eines bald sehr großen oder auch besonders kräftigen Vierbeiners eher fraglich, denn schnell entwickelt sich aus dem flauschigen Zwerg ein tollpatschiger Jungspund, der sich seiner Kraft und Größe längere Zeit noch überhaupt nicht bewusst ist.

Vor- und Nachteile unterschiedlicher Hundetypen

Große, schwere Rassen werden deutlich später erwachsen als kleine. Somit kann es durchaus zwei bis drei Jahre allein durch die Masse des Hundes problematisch im Zusammensein mit Kindern und dem Vierbeiner sein. Nicht selten werden gerade große oder besonders schwere Hunde in ihrer Sturm- und Drangzeit, sprich Pubertät, wegen Überforderung junger Familien im Tierschutz abgegeben. Leidtragende sind dann stets die Vierbeiner, die gerade in dieser sensiblen Phase nur schlecht eine komplette Umstellung ihres Umfeldes vertragen. Andererseits ist es für Fellnasen überforderter Familien eine echte Erlösung, aus solch einer chaotischen Umgebung herauszukommen. Eventuell hat der Vierbeiner nun aber schon Macken, die es erst mühsam wieder auszubügeln gilt.

Unterschätzen Sie also nie die spätere Größe und Masse eines zunächst so klein aussehenden, niedlichen Welpen und schaffen Sie sich mit kleinen Kindern lieber einen der Größe der Kinder auch später noch angemessenen Vierbeiner an. Schließlich möchte Ihr Nachwuchs den Hund bestimmt auch einmal an der Leine führen, was mit einem großen Vierbeiner schon kräftemäßig für das Kind schwierig bis unmöglich wird. Ältere, verantwortungsvolle Kinder bzw. Jugendliche können hingegen mit einem kleinen Hund durchaus auch alleine spazieren gehen, ohne dabei an ihre körperlichen Grenzen zu kommen und somit eine gefährliche Situation zu provozieren.
Bitte keine Mitleidskäufe

Achten Sie bei der Auswahl eines Welpen unbedingt auf eine gute Kinderstube. Nehmen Sie Abstand von Mitleidskäufen so genannter Wühltischwelpen, die oft in dunklen Verschlägen massenhaft „produziert“ und von dubiosen Hundehändlern zu Billigpreisen angeboten werden. Auch Welpen aus dem Ausland können sich als problematische Überraschungseier entpuppen, schließlich ist meist nichts über deren Vorgeschichte oder auch die der Elterntiere bekannt.

Eine gute Basis ist hingegen, wenn die Elterntiere bzw. zumindest die Mutter und die Welpen bei einer netten, verantwortungsvollen Familie leben. Hatten die Welpen bereits beim Züchter Kontakt mit (vernünftigen) Kindern und, gehen der Junghund, aber auch die Mutter schon freudig auf Ihren Nachwuchs zu, ist dies bereits ein gutes Zeichen. Wichtig ist außerdem, dass Ihnen der Züchter einen ganz offenen Einblick in seine Wurfstätte gibt.

Ein seriöser Züchter, dem das Wohl seiner Welpen wirklich am Herzen liegt, wird Ihnen viele, auch kritische Fragen stellen und, wenn er Sie für geeignet hält, am Ende gemeinsam mit Ihnen einen für Ihre Familie optimal passenden Hund aus dem Wurf aussuchen. Im Idealfall können Sie Ihren Welpen dann noch ein paar Mal beim Züchter besuchen, ehe Sie ihn schließlich abholen. Nach der Übernahme vom Züchter sollten Sie den Knirps ebenfalls immer wieder mit verschiedenen Kindern zusammenbringen, denn der Hund befindet sich nun noch in der sensiblen Entwicklungsphase, in der er für sein weiteres Leben geprägt wird. Sie sind bei solchen Begegnungen stets der Schiedsrichter, der beiden Seiten ganz klar verdeutlicht, was sie dürfen und was nicht. Es versteht sich von selbst, dass Sie dabei auch immer anwesend sein und beide Seiten sehr gut beobachten müssen.

Gemeinsamer Schulbesuch verbindet Kind & Hund

Soll es lieber ein Vierbeiner aus dem Tierschutz sein, muss dieser selbstverständlich absolut kindertauglich sein. Hierfür ist eine umfassende Befragung des Tierheimpersonals sehr wichtig. Außerdem sollten Sie vor einer eventuellen Übernahme schon öfters gemeinsam mit Ihren Sprösslingen und dem Vierbeiner spazieren gehen.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 06/2020

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