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Gefahren im Sommer

In weiten Teilen Zentraleuropas zeigt das Thermometer seit Wochen über 30°C. Auch Österreich wurde nun von der Hitzewelle überrollt und Zwei- und Vierbeiner stöhnen unter drückenden Temperaturen von weit über 30°C. Unterschätzen Sie daher NIEMALS die Gefahr eines Hitzschlags beim Hund.

Trotz zahlreicher Hinweise, werden noch immer jedes Jahr viel zu viele Hunde in Autos eingesperrt. Autos erhitzen sich innerhalb weniger Minuten auf für Hunde tödliche Temperaturen!

Gerade das Auto wird immer wieder zu einer tödlichen Hitzefalle, wenn Hundebesitzer allzu blauäugig agieren und die Gefahr verkennen. Schon kurze Abwesenheit, kann für Ihren Hund das Todesurteil sein.

Im Internet findet man inzwischen mehrere Videos von Personen, die den Selbstversuch gestartet haben. So auch ein amerikanischer Tierarzt. Er hat alle 4 Fenster eine Handbreit offen gelassen und dann unter wirklichen körperlichen Qualen die Temperatur gemessen. Schon nach knapp 5 Minuten wurde es ihm Angst und Bang, denn das Auto mutierte zum Backofen!

Mehr als 40 Grad Celsius nach nur 5 Minuten!

Die offenen Fenster bewirkten beinahe gar nichts. Obwohl sogar ein leichter Wind wehte, hatte dieser selbst bei offenen Fenstern keinerlei Auswirkungen auf den Innenraum des Wagens. Es wurde unglaublich heiß im Auto und der Tierarzt schwitzte schnell sehr stark. Hunde können aber nicht wie wir Menschen ihre Temperatur durch Schwitzen regulieren, sondern lediglich durch hecheln! Die Kühlmaßnahme des Menschen, wodurch bei der Verdunstung des Schweißes auf der Körperoberfläche die Temperatur reduziert wird, steht dem Hund NICHT zur Verfügung.

Nach 30 Minuten war die Temperatur im Wageninneren beinahe schon bei 50 Grad Celsius angelangt. Eine Temperatur bei der alte oder schwache Hunde bereits ernsthaft um ihr Leben kämpfen würden!

Kühles (nicht kaltes!) Wasser in gut dosierter Menge hilft erhitzten Hunden, langsam ihre Körpertemperatur auf ein normales Niveau zu regulieren.

Hilfe im Notfall

Ist die Körpertemperatur eines Hundes bereits bedrohlich erhöht, können folgende Maßnahmen Linderung verschaffen:

  • den Hund sofort in eine kühlere Umgebung bringen (Schatten unter Bäumen, kühler Innenraum, Keller)
  • dem Hund Wasser zum Trinken anbieten – ACHTUNG: das Wasser sollte nicht (!) eiskalt sein
  • darauf achten, dass der Hund nicht zu schnell das Wasser zu sich nimmt
  • am besten dosiert immer wieder Wasser in eine Schale nachgießen und ihn zum Trinken ermuntern
  • der Hund darf dabei so viel Trinken wie er will – nur eben nicht zu schnell auf einmal
  • jede weitere Belastung für den Hund verhindern

Tipps wie Sie und Ihr Hund gut durch den Sommer kommen

Immer wieder sieht man leider auch bei sengender Hitze Halter ihren Hund spazieren führen. Bedenken Sie bitte, dass die Pfotenballen Ihres Hundes ernsthafte Verbrennungen bereits nach kurzer Zeit erleiden können. Verlagern Sie die Spaziergänge daher unbedingt ganz in die frühen noch einigermaßen kühlen Morgen oder in die späten Abendstunden.

Der Asphalt erhitzt sich unter der sommerlich heißen Sonne schnell auf bis zu 60°C. Ein Spaziergang unter solchen Bedingungen ist Tierquälerei und kann schwerwiegende Verbrennungen der Ballen Ihres Hundes zur Folge haben!

Viele Hundehalter sorgen sich auch um die richtige Auslastung des Hundes bei heißen Temperaturen. In der Regel geht es Hunden bei hohen Temperaturen nicht anders als uns Menschen auch – viel Bewegung ist eher eine Qual denn Freude. Sollte Ihr Hund dennoch Beschäftigung einfordern, lasten Sie ihn bei heißen Temperaturen besser geistig aus. Das kann auch im kühlen Haus erfolgen oder mittels gefülltem Kong im Garten. Selbst das Kauen von geeigneten Knochen oder Trockenkauartikeln kann bei so großer Hitze bereits genug Anstrengung sein.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund gar nicht abschalten kann obwohl es so heiß ist, sollten Sie über regelmäßige Ruhephasen nachdenken. Denn auch bei der Auslastung gilt – viel hilft nicht immer viel. Auch Hunde sollten abschalten und ein paar Tage ohne Rahmenprogramm entspannen können.

Wasser – egal ob Meer, See oder Fluss – eine willkommene Abwechslung bei jedem Spaziergang

Vielleicht haben Sie das Glück einen Bach, Fluss oder See in erreichbarer Nähe zu haben, dann könnten Sie die Spazierroute so planen, dass Ihr Vierbeiner sich beim Spaziergang eine Erfrischung im kühlen Nass gönnen kann. Auch größere Wälder bieten meist genügend Schatten für einen weniger belastenden Spaziergang, doch achten Sie dabei bitte auf die Wildtiere und lassen Sie Ihren Hund nicht ohne Leine laufen, sollte er nicht zuverlässig abrufbar sein.

Wem die Hitze so richtig zu schaffen macht und wer sich trotzdem bewegen möchte, der kann in höhere Lagen ausweichen. Auf den Almen und Bergen hat es selbst bei großer Hitze im Tal angenehme Temperaturen, die auch ausgedehnte Wanderungen mit dem Vierbeiner möglich machen.

Ganz egal ob Sie lieber auf der faulen Haut liegen oder trotz Hitze aktiv sein möchten, bedenken Sie bitte dass Ihr Hund nicht schwitzen kann und bei übermäßiger Bewegung schnell eine gefährlich hohe Körpertemperatur entwickeln kann. Versorgen Sie ihn stets mit viel frischem Wasser und gönnen Sie ihm ausreichend Ruhephasen. So lässt sich auch der heißeste Sommer genießen.

Sie wissen das alles und würden das niemals machen? Hervorragend! Trifft das aber auch auf Ihren Nachbar, Ihre Bekannten, den Freund aus der Hundeschule zu? Teilen Sie diesen Artikel bitte, um gemeinsam mit YOUR DOG zu verhindern, dass weitere Hunde im Auto sterben müssen. Ein Einziger ist bereits zu viel!

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