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Im Portrait: der Mops

Der Mops zieht Frauen so sehr in seinen Bann, dass Männer vor Neid erblassen. Charakter und Persönlichkeit der Rasse ohne Nase lassen Hundefreunde auf der ganzen Welt von ihr schwärmen. Der Mops ist eine großartige Rasse und ein unglaublicher Menschenfreund. Seine angeschlagene Gesundheit gibt allerdings Anlass zu Diskussionen über Ethik in der Hundezucht. 

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Um den Ursprung des Mops zu ergründen, muss man in der Zeitrechnung ein ganzes Stück zurückgehen. Möpse zählen zu den ältesten Hunderassen überhaupt. Ihre Wurzeln lassen sich erstmals um 10.000 v. Chr. eruieren. Damals, als die Sung-Dynastie 982-1227 v. Chr. in China herrschte, sollen bereits mopsartige Hunde gelebt haben, von deren Existenz Darstellungen, Lochiang-sze oder auch Lo-sze genannt, zeugen.

Einer Überlieferung zufolge, sollen die damaligen Ahnen bei Hofe eng mit den Mandarinen, den kaiserlichen Ratgebern, und deren zahlreichen Frauen und Kindern gelebt haben. Eine Theorie, die durchaus glaubhaft erscheint, bedenkt man die große Menschenfreundlichkeit des Mopses. Wie genau der Mops den Weg nach Europa fand, lässt sich allerdings nicht schlüssig belegen. Mehrere Versionen beschreiben die Reise des Mopses nach Europa. Während ihn eine als Gastgeschenk eines Machthabers sieht, brachten ihn in einer anderen niederländische Seefahrer mit. Als gesichert gelten erste Zeugnisse seiner Existenz in Europa, die ihn auf Werken des Malers Pisanello zeigen. Etwas später entstand in Italien eine neue Form der Volkskultur, die sogenannte Commedia dell’Arte, bei der auch kleineren Tieren verschiedene Rollen zugeteilt wurden. Der Mops wurde dabei, dem Darsteller der eine schwarze Maske trug nachempfunden, „Arlecchino“ genannt. Daraus leitete sich später sein bekannter französischer Name „Carlino“ ab.

Verehrt und hoch geschätzt

Die Verehrung des Mops reicht bis auf das Haus Oranien zurück. Einer Legende zufolge soll Mops Pompey seinem Herrn, Wilhelm II. von Oranien, durch sein lautes Gebell das Leben gerettet haben, da dieser rechtzeitig aufwachte und einem potentiellen Attentäter entkommen konnte. Ein Urenkel des Prinzen war es schließlich, der den Mops später in großer Menge in sein Königreich England, Schottland und Irland brachte. Das mag die Erklärung dafür sein, dass England heute noch als Patronatsland anerkannt ist.

Vom Playboy zum Rollmops

Nachdem der Mops an den europäischen Höfen verehrt wurde, erlitt seine Beliebtheit gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts zusehends Einbrüche. Er verkam mehr und mehr zum Tröster vereinsamter älterer Damen, die ihn als Ersatz für Kind und Mann verhätschelten und fett fütterten, bis er zum bewegungsunfähigen Rollmops wurde. Viel Hohn musste er sich in der Folge gefallen lassen. Auf die Spitze trieb es der Zoologe Alfred Brehm in seinem Tierleben mit dem Satz: „Die Welt wird nichts verlieren, wenn dieses abscheuliche Tier samt seiner Nachkommenschaft den Weg allen Fleisches geht.“

Erst als sich Lord und Lady Willoughby und Mr. Morrison der Zucht widmeten und Rassevertreter aus St. Petersburg und Holland nach England importierten, hat die Rasse neuen Aufschwung erfahren. Zwei Linien sollten sich später daraus ergeben. Zum einen die hochbeinigen und ziemlich dunklen Willoughby-Möpse und zum anderen die speziell in der Farbe sehr schönen Morrison-Möpse. Ein Marquis of Wellesley brachte schließlich noch erbeutete Möpse aus Englands Feldzug gegen China mit, die die Rassemerkmale nochmal festigten. Diese beiden Linien gelten bis heute als Stammlinien.

Harte Kriegszeiten und der Mops in Mode 

Wie viele andere Rassen auch, war auch der Mops von herben Verlusten während des ersten und zweiten Weltkrieges betroffen. Sein Bestand war auch durch das Bestehen des „altdeutschen“ Mopses, der sich durch einen geringen Anteil an Pinscherblut vom normalen Mops unterscheidet, zwar nie gefährdet, doch war sein Verbleib von einigen wenigen Züchterfreunden abhängig. Erst um die Jahrtausendwende entbrannte ein regelrechter Hype um den Mops.

Der Mops und seine Menschen

Liebhaber der Rasse schwärmen in höchsten Tönen. Möpse scheinen süchtig zu machen. Jedenfalls aber ziehen sie ihre Menschen mit ihrem unglaublich charmanten, außergewöhnlichen Charakter und der großen Anhänglichkeit in ihren Bann. Wo der Mops auftaucht, ist gute Laune garantiert. Der Mops liebt es seine Menschen bei Laune zu halten und hat ein irrsinniges Talent dafür. Allein seine Mimik macht jeden Mops zum Unikat.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 06/2015

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