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Impfmüdigkeit durch Unsicherheit

Sind moderne Hundehalter impfmüde? Dieser Vorwurf wird immer wieder geäußert, aktuell besonders gerne im Zusammenhang mit Staupefällen bei Füchsen. Das hört sich dann so an, als würden Hunde das Wild anstecken. Was natürlich nicht stimmt. Die Staupe war in Europa nie völlig ausgerottet, vor allem Füchse galten und gelten als Virusreservoir. Doch während die Erkrankung für Hunde meist tödlich verläuft, können die Rotpelze und andere Wildtiere (Marder, Dachse, Wölfe, Wiesel, Fischotter) unauffällig den Erreger in sich tragen und weiterverbreiten. Die gute Nachricht: Das Staupe-Virus ist in der Umwelt nur kurz infektiös und für Menschen und Katzen ungefährlich. Die schlechte: Es kann Hunde befallen.

Dadurch gibt es natürlich für Hunde ohne Impfschutz ständig ein latentes Risiko, sich
mit dem Caninen Distemper Virus zu infizieren. Stellt sich die Frage, wie viele Injektionen für eine Immunisierung notwendig sind. Früher war das ganz einfach – der Hund musste jährlich geimpft werden. Gegen alles und ohne Ausnahme, und vor allem ohne Diskussion. Letztere kam dann doch auf, was zu einer Überprüfung der geltenden Impfpraxis und zu neuen Empfehlungen führte. Infolgedessen brachte die Industrie diverse Impfstoffe mit mehrjähriger Zulassung auf den Markt. Trotzdem tragen viele Tierärzte im Impfpass die nächste Fälligkeit schon nach 12 Monaten ein. Verwirrend, das Ganze.

Pauschale Impfungen alle 12 Monate sind  nicht mehr zeitgemäß!

Die unterschiedliche Wirkungsdauer ergibt sich daraus, ob ein Impfstoff vor Virus- oder vor bakteriellen Erkrankungen schützen soll. Gegen Letztere wirken Vakzine nur kurz. Deswegen wird zum Beispiel eine Leptospirose-Impfung jährlich verabreicht. Viele Fachleute bezweifeln sogar, dass sie die vollen zwölf Monate schützt, und empfehlen die Spritze zu Beginn des Frühjahrs, um die riskante warme Jahreszeit abzudecken. Andere raten von der Leptospirose-Impfung ganz ab, weil sie bei hoher Nebenwirkungs-Quote nur unzureichende Sicherheit biete. In der Praxis werden die Leptospirose-Vakzine meist in Kombination mit anderen Impfstoffen gegeben. Und das führt dazu, dass eine 5-fach-Impfung jährlich gegeben wird, obwohl die vier enthaltenen Virus-Immunisierungen mindestens drei Jahre schützen sollten.

Keine Mehrfach-Impfungen

Lassen Sie Ihrem Hund keine 5-fach- oder 6-fach-Impfung geben. Es gibt die Kombination SHP (oder DHP) – diese schützt vor Staupe, Hepatitis und Parvovirose und bietet eine Drei-Jahres-Garantie. Wobei keine Studie jemals gezeigt hat, dass der Schutz nach drei Jahren verschwindet. Diverse Wissenschaftler gehen entsprechend der internationalen Studienlage für Impfungen gegen Viruserkrankungen von einer sehr viel längeren bis lebenslangen Immunität aus, was ich in meinem Buch (sh. Kasten) ausführlich erläutere.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 03/2019

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