Start Highlight Intelligenter als Menschenaffen – die soziale Intelligenz der Hunde

Intelligenter als Menschenaffen – die soziale Intelligenz der Hunde

Wie viel verstehen Hunde wirklich und ist es bloß Zufall, wenn sie beim Becherspiel den richtigen wählen? Hund und Mensch sind seit über 15.000 Jahren Sozialpartner und das Zusammenleben hat sich im Laufe der Jahre zu einer engen Symbiose entwickelt. Dank der modernen Forschung wissen wir, dass Hunde noch intelligenter sind als bisher angenommen.

Wenn man bedenkt, dass wir Menschen unser Zuhause bei Weitem nicht nur
mit Hunden, sondern ebenso auch mit Katzen, Kaninchen oder Ratten teilen, ist die soziale Intelligenz des Hundes umso beeindruckender. Während manche Katzen das Gefühl vermitteln, ihre Menschen gekonnt zu ignorieren, stürmen die meisten Hunde vor Freude überschäumend zur Haustüre, um ihre schwer vermissten Menschen zu begrüßen. Doch warum schließen sich Hunde so eng an uns an? Für Evolutionsbiologen und Anthropologen ist die Antwort im engen Zusammenleben von Mensch und Hund zu finden. Vor immerhin rund 130.000 Jahren haben sich erstmals Wölfe in Ostasien den Menschen angeschlossen. Man lebte gemeinsam und beobachtete sich, um gleichzeitig die Vorteile des Zusammenlebens zu nützen. Daraus ergab sich eine nach Ansicht der Forscher sogenannte „Koevolution“, im Rahmen dieser sich bei Wolf und Mensch ähnliche Fähigkeiten entwickelt haben. Die Forscher gehen sogar so weit zu behaupten, dass der Hund einen wichtigen Beitrag zur Zivilisierung des Menschen geleistet hat.

Das Ergebnis dieser engen Koexistenz sind Hunde, die über eine im Tierreich einzigartige soziale Intelligenz verfügen. Der renommierte Budapester Forscher Adám Miklósi vermutet, dass die außerordentliche Fähigkeit des Hundes den Menschen sowie seine Kommunikationssignale zu verstehen inzwischen sogar genetisch verankert sein könnte.
Wie herausragend die Leistungen des Hundes sind, wird vor allem dann klar, wenn man sich vor Augen hält, dass Hund und Menschen über unterschiedliche Kanäle kommunizieren. Wir Menschen können das Verhalten des Hundes nur aufgrund optischer und akustischer Signale interpretieren. Unsere Hunde dagegen verfügen zusätzlich über die Fähigkeit, unsere Stimmung zu riechen und kommunizieren dank ihrer hervorragenden Nase auch die olfaktorischen Signale.

Verstehen wir uns richtig?

Im Mittelpunkt des Interesses der Forscher ist natürlich die Frage, wie uns Hunde wahrnehmen und verstehen. Welche Signale sind in der Mensch-Hund-Kommunikation maßgeblich und wie können Hunde diese (richtig) interpretieren?

Diese und weitere Fragen waren schon Kern zahlreicher Studien. So wollte die Verhaltensforscherin Juliane Kaminski herausfinden, ob Hunde tatsächlich in der Lage sind, Kuscheltiere anhand ihrer unterschiedlichen Bezeichnungen auseinanderzuhalten. Ausschlaggebend dafür war der Auftritt von Border Collie „Rico“ in der Wetten, dass …? Fernsehsendung. Rico konnte damals 77 Wörter den jeweils richtigen Stofftieren zuordnen. Kaminski wollte später herausfinden, ob Rico tatsächlich die Namen wusste, oder nur kleinste Zeichen seiner Besitzerin zu deuten wusste. Dazu wurden die Kuscheltiere in einem anderen Raum hinterlegt, aus welchem Rico nun je nach Name das richtige bringen sollte. Nachdem er auch diese Aufgabe fehlerfrei meistern konnte, war klar, dass er die Namen tatsächlich richtig verknüpft hatte. Nun wollte Kaminski herausfinden, wie Rico die neuen Wörter lernte. Dafür nutzte sie ein Verfahren, das zuvor bereits bei zweijährigen Kindern angewandt wurde. Rico wurden zwei bekannte sowie ein unbekanntes Stofftier gezeigt. Es hat sich herausgestellt, dass sowohl Rico als auch alle anderen getesteten Hunde gleich wie zweijährige Kinder nach dem Ausschlussprinzip lernen.

Doch die soziale Intelligenz unserer Hunde reicht noch weiter. So sind sie auch in der Lage nachzuvollziehen, was wir hören und sehen können.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 01/2019

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