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José Arce – Ein vertrauensvolles Fundament ist die Basis für eine gute Beziehung

Text und Fotos: José Arce

Den Tag von Anfang an zu strukturieren hilft Ihrem Welpen, sich besser zu
orientieren. Gleichzeitig zeigt es Ihnen beiden, was Sie erwartet, wenn der Hund älter wird. Wohnen Sie zum Beispiel in der Stadt und wissen, dass Sie in Zukunft mindestens dreimal täglich mit ihm spazieren gehen werden, sollten Sie ihm dies jetzt schon »zeigen«. Das heißt: Wenn er morgens, mittags und abends aufwacht, darf er erst einmal sein Geschäft verrichten. Die Zeit danach ist dazu da, etwas zu unternehmen und zu lernen. Der Welpe entwickelt sich schnell, und damit ändern sich auch seine Bedürfnisse. Er braucht mehr Herausforderungen, sodass Sie die Spaziergänge zügig ausdehnen können. Ist Ihr Welpe momentan noch zu jung, um lange zu laufen oder ist es mal zu heiß oder zu kalt dazu, können Sie ihn auch in eine Tasche setzen und zum Beispiel in ein Einkaufszentrum gehen, damit er andere Eindrücke bekommt.
„Berücksichtigen Sie immer Alter, Persönlichkeit und aktuelle Verfassung des Welpen. Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl! „
Nach dieser aktiven Zeit bekommt er sein Futter. Und nach dem Füttern fährt dann, den Aktivitätspegel herunter.
Nun ist es Zeit für den Welpen auszuruhen. Jetzt ist auch eine gute Gelegenheit für ruhige Kuscheleinheiten. Ihr Welpe kann Ihre Liebesbeweise in ruhigen Phasen viel mehr genießen als in aktiven. Da pushen Sie ihn nämlich schnell mal zu sehr hoch. Bringen ihn aus der Ruhe, statt ihn zu beruhigen. Sie können die Auszeit außerdem gleich wieder für die »Erziehung« nutzen. Es gibt nämlich keinen besseren Zeitpunkt, um einen jungen Hund daran zu gewöhnen, dass er in Zukunft auch mal allein bleiben muss. Was er übrigens selbst dann können sollte, wenn Sie eigentlich immer zu Hause sind.
Wenn Ihr Welpe nach längerem Ausruhen wieder aktiv wird, geht alles von vorn los: Aufstehen, pinkeln, spazieren gehen, fressen, schlafen, aufstehen, pinkeln … Das ist von nun an sein Tagesrhythmus.
Am besten strukturiert man den Tag, indem man ihn in vier 
Einheiten unterteilt: 
  • Der Welpe wacht auf und muss sofort raus, um sich zu lösen
  • Hat er sein Geschäft erledigt, unternehmen Sie etwas mit dem Welpen oder gehen mit ihm spazieren
  • Danach wird er zu Hause gefüttert
  • Anschließend ist es wieder Zeit zum Ausruhen und Schlafen – oder zum Lernen
  • Diese »Struktur« findet dreimal täglich statt: Morgens, mittags und abends – anfangs je nach Alter des Welpen vielleicht auch öfter
Die klare, sich ständig wiederholende Struktur gibt ihm Sicherheit, weil er immer weiß, was als Nächstes kommen wird. Dadurch hat er den Kopf frei und kann sich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Ganz nebenbei wird er auch noch schneller stubenrein und kann schon bald ein paar Stunden allein zu Hause bleiben.
Wenn Sie den Tag so strukturieren, werden Sie außerdem sehr schnell sehen, wie ausgeglichen und ruhig Ihr Welpe ist. Natürlich macht er auch Quatsch, er ist ein (Hunde) Kind. Aber insgesamt verhält und entwickelt er sich ganz normal. So wie es sein soll. Struktur ist aber keine reine Welpensache. Behalten Sie sie das ganze Hundeleben lang bei. Die Dauer der verschiedenen Phasen werden sich zwar immer wieder mal ändern, die Spaziergänge länger werden, die Schlafenszeiten etwas kürzer … Aber das Fundament steht. Es schafft die Basis für Ihre Beziehung und die Bindung, die Sie zueinander aufbauen und ist die Grundlage für erfolgreiches Lernen. Für Jung und Alt.

BUCHTIPP
José Arce
„Die José-Arce-Methode: Liebe deinen Hund“
Gräfe und Unzer

ISBN-10: 3833870958

ISBN-13: 9783833870958

Preis: 18,99 €

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