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Kopftremor

Bisher gab es weltweit noch keine Untersuchungen zu dieser Erkrankung.  Aus diesem Grund ist „Head bobbing“ auch den meisten Hundebesitzern und auch Tierärzten relativ unbekannt. Dies war der Anlass eine Studie zum Thema „episodischer Kopftremor beim Dobermann“ an der Medizinischen Kleintierklinik der LMU München durchzuführen, da der Dobermann eine Rasse darstellt, die sehr häufig betroffen ist. Hunde, welche vom episodischen Kopftremor betroffen sind, fangen plötzlich an mit dem Kopf zu wackeln oder zu nicken. In Fachkreisen wird dieses Phänomen auch als „Head bobbing“ bezeichnet.

Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit war es zunächst detaillierte Daten zum klinischen Bild des episodischen Kopftremor-Syndroms bei der Rasse Dobermann zu erheben. Ein wesentlicher weiterer Aspekt der Arbeit lag in der Auswertung der Stammbäume betroffener Dobermänner, um eine Aussage über eine mögliche genetische Komponente treffen zu können. Des Weiteren wurden EDTA Blutproben von betroffenen sowie nicht betroffenen Dobermännern für weitere genetische Analysen gesammelt. Aufgrund der enormen Nachfrage und des regen Interesses vieler Besitzer und Tierärzte dehnten wir die Studie auf „Kopftremor beim  Hund“ aus, um auch Aussagen über andere Hunderassen treffen zu können.

Kopftremor

Betroffene Rassen

Das klinische Bild vom episodischen Kopftremor wurde bisher gehäuft beim Dobermann, beim Boxer und der Bulldogge beobachtet. Bei anderen Rassen sind nur einzelne Fälle beschrieben. Es ist durchaus denkbar, dass auch andere Rassen eine gewisse Prädisposition (Veranlagung) dazu haben. An dieser Stelle soll erwähnt sein, dass die Auswertung der Daten bezüglich anderer häufig betroffener Rassen noch nicht abgeschlossen ist.

 

Symptome

Episodischer Kopftremor manifestiert sich in horizontalen Kopfbewegungen (Nein-Nein-Tremor) oder vertikalen Kopfbewegungen (Ja-Ja-Tremor).

Text: Martina Wolf, Prof. Dr. Andrea Fischer (LMU)

Bei Interesse zur Teilnahme an der Studie, wenden Sie sich bitte an dobermann.kopftremor@gmx.de (für die Studie werden Hunde jeglicher Rasse gesucht).

Lesen Sie den gesamten Artikel in Ausgabe 03/2012

www.uni-muenchen.de

 

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