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Hunde in den großen Kulturen

Im ersten Teil unserer neuen Serie rund um die gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund stand die Frage im Mittelpunkt, wann und wo Mensch und Hund überhaupt das erste Mal aufeinandergetroffen sind. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf einige bedeutende (Hoch-)Kulturen der Menschheitsgeschichte und wie die Stellung des Hundes innerhalb dieser war.

Eine der wohl bedeutendsten Hochkulturen war sicherlich die ägyptische. Wenn von
Hochkulturen die Rede ist, beschreibt dies, verglichen zu der Vielzahl anderer unterschiedlicher Kulturen, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte entwickelt haben, immer jene Kulturen, die sich durch besonderen Fortschritt für ihre Zeit auszeichneten. Die ägyptische Hochkultur hatte von ca. 3.100 v. Chr. bis rund 300 n. Chr. ihren Bestand. Die Ägypter waren eine sehr hoch entwickelte Kultur, wenn man allein an die Entwicklung der Hieroglyphen oder die Vielfalt an Pyramiden und prächtigen Grabmäler denkt. Außerdem führten die Ägypter den ägyptischen Kalender ein, der mit 365 Tagen und 12 Monaten als ein Vorläufer unseres heute geltenden gregorianischen Kalenders gilt.

Doch welche Rolle spielten Hunde für die alten Ägypter?

Neben zahlreichen Abbildungen reichen auch Überreste mumifizierter Hunde bis in das 5. Jahrtausend v. Chr. zurück. Hunde scheinen eine sehr wichtige Rolle im Leben der Ägypter gespielt zu haben, da sie nach ihrem Tod aufwändig bestattet und manche sogar mumifiziert wurden. Hunde schafften es aber sogar, in manchen Lebenslehren der alten Ägypter Erwähnung zu finden. Und auch in religiösen Schriften und sogar in manchen Zaubersprüchen werden immer wieder Hunde in unterschiedlichen Zusammenhängen und Metaphern erwähnt. Im ägyptischen Reich nutzt man die herausragenden Eigenschaften der Hunde für die Jagd und das Bewachen der Häuser. Diese Dienste sowie die Treue der Hunde wurden hoch geschätzt, weshalb man ihnen auch aufwändige Bestattungen zuteil werden ließ.

Auch in China spielten Hunde in fast allen großen Dynastien eine bedeutende Rolle. Hunde waren vor allem den chinesischen Kaisern vorbehalten, da es ein Symbol von Reichtum und Luxus war, Hunde zur damaligen Zeit als Haustier und nicht wegen ihres Fleisches zu halten. Alte Quellen berichten von einem Hund namens „Fo“, der eine Gottheit in Hundegestalt gewesen sein soll. „Fo“ wurde stets in einer Form dargestellt, die dem heutigen Pekingesen stark ähnelt. Er soll Wächter der Häuser und Beschützer der Ahnengräber gewesen sein. In den chinesischen Dynastien brachte man die Verehrung des Hundes vor allem durch Statuen aus Jade, als Tonfigur oder auf Keramikgemälden zum Ausdruck.

Darf man der Überlieferung Glauben schenken, so soll auch Buddha stets von mehreren kleinen „Löwen“, also Löwen-Hunden, umgeben gewesen sein, die sich bei Gefahr sofort in große Löwen verwandelten und ihren Herren beschützten. China und Tibet verehrten besonders Löwen, da sie Symbol für Kraft und Macht waren. Doch waren Löwen sehr unhandliche Kulttiere, weshalb man sie zunehmend durch die kleinen „Löwenhunde“ ersetzte. Aus diesem Grund weisen Pekingesen auch heute noch eine dicke, symbolische Mähne sowie ein goldfarbenes Fell auf. Leider gibt es nur sehr wenige Aufzeichnungen über das Zusammenleben mit Hunden aus den chinesischen Dynastien. Eine davon beschreibt aber bereits 500 v. Chr. kleine Hunde mit flachen Gesichtern. Überliefert ist, dass Hunde überwiegend zur Bewachung der Tempel oder als kleine Luxusgeschöpfe von besonderem Wert für ihre wohlgeborenen Besitzer eingesetzt wurden.

 

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 02/2020 .

 

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