Start Hund Haltung Mops Edda gepfändet und auf Ebay verkauft

Mops Edda gepfändet und auf Ebay verkauft

Es liest sich wie ein schlechter Scherz, was einer Familie in der deutschen Stadt Ahlen in Nordrhein Westfalen passiert ist. Weil die Familie Steuerzahlungen nicht nachgekommen ist, hat die Stadt kurzerhand den Mops der Familie beschlagnahmt und um 750 Euro auf Ebay verkauft.

„Eine süße Mopsdame mit Stammbaum“ so soll die Anzeige unter anderem gelautet haben, die eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Ahlen auf Ebay einstellte. Da die Familie steuerlichen Forderungen nicht nachgekommen ist, wollte man zuerst den Rollstuhl des Mannes zu pfänden. Dieser ist jedoch Eigentum der Berufsgenossenschaft und somit nicht pfändbar. Schließlich kam dem Mitarbeiter der Stadtverwaltung Ahlen die Idee Mopsdame Edda zu pfänden.

Abnahme durch Gerichtsvollzieherin und Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Kurzerhand entschied man sich dazu, auf „offener Straße und unter den Blicken der Nachbarn“ Fotos von Edda zu machen. Wenige Tage später erschienen dann eine Gerichtsvollzieherin sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung und nahmen Edda ohne Vorwarnung einfach mit.
Die Besitzerin zeigte sich geschockt und kann den Verlust von Edda nur schwer verdauen. Sie kann dagegen jedoch nichts unternehmen, da die Pfändung rechtens sei. „Ich weiß aber jetzt, dass Edda in guten Händen ist“, so die ehemalige Halterin. Nur ein gerahmtes Bild erinnert die Familie noch an ihre Edda.

Käuferin klagt die Stadt, weil Edda beim Kauf krank war

Bekannt wurde der Fall überhaupt erst durch die neue Besitzerin von Edda. Eine Polizistin aus dem Rheinland, die nun juristisch gegen die Stadt Ahlen vorgeht, da Edda als kerngesund inseriert worden war. Doch nach dem Kauf kam das böse Erwachen. Edda musste mehrmals operiert werden, weshalb die Käuferin nun Geld von der Stadt zurückfordert.

Ein Sprecher der Stadt Ahlen meinte auf Anfrage dazu, dass die Pfändung eines Tieres nicht der üblichen Vorgehensweise entspricht. Eine Tierpfändung habe es sogar erstmalig gegeben. Man wolle der „unüblichen“ Vorgehensweise des betreffenden Mitarbeiters nun auf den Grund gehen, so der Sprecher.

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