Start Highlight Morbus Cushing – hormonelle Erkrankung

Morbus Cushing – hormonelle Erkrankung

Bei Morbus Cushing, oder auch Cushing-Syndrom genannt, handelt es sich um eine der häufigsten Hormonstörungen bei Hunden. Vor allem Hunde im fortgeschrittenen Alter sind davon betroffen und entwickeln oft unspezifische Symptome, weshalb die Diagnosestellung nicht immer einfach ist.

Das Cushing-Syndrom ist neben der Schilddrüsenunterfunktion die häufigste hormonelle Erkrankung beim Hund. Ursächlich liegt der Störung eine Überproduktion von Glucocorticoiden zu Grunde.

Diagnose von Morbus Cushing

Die Diagnose von Morbus Cushing ist nicht ganz einfach, da es vielfältige Symptome entwickeln kann, die relativ unspezifisch sind. Zudem sind die drei unterschiedlichen Formen für die Wahl der Therapie ausschlaggebend, weshalb die Ermittlung des Auslösers der Krankheit von großer Bedeutung ist. Wichtig ist im ersten Schritt die Ermittlung eines Blutbefundes, der bereits einigen Aufschluss geben kann.
Tierärztin Mag. Nina Brabetz rät im Interview mit Bettina Kristof in Ausgabe 03/2020 des Vetjournals, auch zu einer Harnuntersuchung sowie zu einem Röntgen bzw. Ultraschall des Abdomen, um Veränderungen der Leber (Vergrößerung) und Nebennieren festzustellen. „Diese sind bei PDH bilateral symmetrisch, eventuell auch vergrößert; liegt ein AT vor, ist in der Regel eine Nebenniere vergrößert und die zweite atrophiert. Erst wenn diese Basisuntersuchungen positiv sind, führt man weitere Tests durch, um zu differenzieren, welche Form des Cushing-Syndroms vorliegt. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass kein Test eine hundertprozentige Sicherheit gibt. Wenn das Tier andere schwere akute Erkrankungen hat, die nicht adrenalen Ursprungs sind, nimmt man zu diesem Zeitpunkt von weiteren Tests Abstand, weil es sonst zu falsch positiven Ergebnissen kommen kann“, unterstreicht Mag. Brabetz die Schwierigkeiten bei der Diagnose des Cushing-Syndroms.

Symptome

Die auffälligsten Symptome sind ein deutlich gesteigerter Durst sowie auffällig vermehrtes Urinieren. Außerdem weisen erkrankte Hunde einen gesteigerten Appetit auf, verlieren aber dennoch konstant an Gewicht.
Zudem zeigen sie einen sehr ausgeprägten Hängebauch. Auch das Hautbild weist krankhafte Veränderungen wie symmetrischen Haarausfall, Dunkelfärbung der Haut sowie eitrige Hautentzündungen oder Mitesser auf. Außerdem kann es zu massiven Wundheilungsstörungen und auch einer Muskelschwäche kommen. Rund ein Viertel der Hunde entwickelt gar Diabetes mellitus. Wichtig ist es, sein Tier beim Verdacht auf Veränderungen des allgemeinen Verhaltens gut zu beobachten, um dem Tierarzt notwendige Hinweise liefern zu können.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 06/2020

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