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Power im Napf für Sport- und Gebrauchshunde

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Sporthunde leisten mehr und müssen demnach mehr Nahrung zu sich nehmen, das liegt doch auf der Hand. Das stimmt so zwar, doch viel wichtiger als die Menge des Futters für den Sporthund, ist dessen Zusammensetzung. Hunde, die täglich hohe Leistungen erbringen müssen, benötigen ein Futter mit wesentlich höherer Energiedichte. Dazu gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Der Fachhandel bietet eine breite Palette unterschiedlicher Futtersorten, die sich beson-
ders für sehr aktive Hunde eignen. Doch schon hier beginnt das Problem – wie definiert man „sehr aktiv“? Ist Ihr Schäferhund, mit dem Sie drei, vier Mal pro Woche Hundesport betreiben bereits als sehr aktiv zu beurteilen? Immerhin wird er damit wesentlich öfter trainiert als der Dackel Ihrer Nachbarin, der täglich höchstens eine Stunde ausgeführt wird.

Definition „sehr aktiver Hunde“

Die Antwort auf diese Frage kann nur sein, dass es nicht die eine richtige Antwort geben kann. Faktoren wie Aktivität, individueller Stoffwechsel, Veranlagung, Konstitution, Alter und Rasse sind maßgeblich entscheidend dafür, welches Futter Ihr Hund benötigt.
So gibt es selbst innerhalb einer Rasse oft große Unterschiede. Zudem ist es ebenso von Bedeutung, welche Form von Energie Ihr Hund benötigt. Der Stoffwechsel eines Hundes der im Agility geführt wird, greift auf Energiereserven anders zurück, als der eines Windhundes nach einem kurzen aber explosiven Sprint mit bis zu 60 km/h. Und ein Fährtenhund wird hingegen am ehesten von Energiereserven profitieren, die ihn langanhaltend und konstant versorgen. Zusätzlich gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Energiezufuhr, ob in Form von Fetten, Kohlenhydraten oder fettreichen Fleischsorten, ist ebenfalls vom jeweiligen Bedarf oder eventuell vorhandener Unverträglichkeiten abhängig.

Kohlenhydrate, Fette und Proteine

Die Quellen zusätzlicher Energie können also sehr unterschiedlich sein. So liefern Kohlenhydrate wie verschiedene Getreidesorten, Reis und Kartoffeln, aber auch Hülsenfrüchte schnell verfügbare Energie in Form von – vereinfacht gesagt – Mehrfachzuckern oder Stärke. Ein Überschuss an Kohlenhydraten wird jedoch schnell in Fettdepots transformiert und vom Körper gespeichert, weshalb die Zufütterung genau bemessen sein sollte.
Proteine
Für Hunde von besonderer Bedeutung bei der Energieversorgung sind aber Proteine und speziell Proteine aus hochwertigen tierischen Quellen. Die wichtigsten Baustoffe einer jeden Zelle im Körper sind Proteine, welche nach ihrer Aufnahme im Körper in Aminosäuren zerlegt werden. Diese werden in essentielle Aminosäuren (kann der Hund nicht selbst bilden) und nichtessentielle Aminosäuren (kann der Hund selbst bilden) gegliedert. Aminosäuren werden im Körper entweder für Synthesevorgänge im Bereich der Muskulatur, in den Organen oder auch Haut und Fell verwendet, oder zu Glykogen oder Fett umgebaut und als Energie gespeichert.
Je nach Verdaulichkeit, unterscheidet man verdauliche Proteine, da diese für den Hund leicht verdaulich sind wie Fleisch (Lamm, Rind, Pferd), Geflügel, Fisch oder auch Innereien. Außerdem sind auch Milch sowie Eier für den Hund leicht verdauliche Proteinquellen. Pflanzliche Quellen für Protein wie Mais, Maiskleber, Weizen oder auch Sojaprodukte sind dagegen eher schwer verdaulich und belasten den Körper zusätzlich. Daneben ist der Gehalt essentieller Aminosäuren wie Lysin, Tryptophan, Arginin oder Histidin ausschlaggebend für die Beurteilung der Qualität der Proteinquelle. So profitieren sportlich sehr aktive Hunde besonders von hochwertigen Fleischsorten aber vor allem auch Fisch, welcher oft reich an wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist.
Während der Fachhandel eine große Vielfalt fertiger Futtermittel bereithält, ist es für Hundehalter die das Futter ihrer Vierbeiner selbst zusammenstellen wichtig zu wissen, wie sie ihren Sporthund optimal ausgewogen ernähren. Und auch wenn man als Halter eines normalgewichtigen Hundes bei normalem Bewegungspensum eher auf magere Fleischsorten zurückgreift, bieten sich für die Fütterung von Sporthunden fetthaltige Fleischsorten wie Ente oder auch Wild an. Besonders reich an Energie in Form von Fett und zudem reich an Vitaminen und Calcium ist Euterfleisch. Manche Frischfutteranbieter haben auch eigens Rinderfettwürfel im Sortiment, welche ebenso eine sehr hochwertige Energiequelle darstellen.
Öle und Fette
Fette spielen bei der Fütterung von Sport- & Gebrauchshunden eine bedeutende Rolle. Grundsätzlich werden sie in tierische und pflanzliche Fette unterteilt. Viele der in Ölen und Fetten enthaltenen Fettsäuren, sind für die gesunde Funktion des Organismus lebensnotwendig, so zum Beispiel für eine normale Funktion des Nervensystems, des Sehvermögens, eines funktionsfähigen Immunsystems oder auch einer optimalen Entwicklung des Gehirns.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 05/2020

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