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Rasseportrait: der Dackel

Dackel sind weit über die Landesgrenzen ihres Heimatlandes Deutschland hinaus bekannt. Ihre Fangemeinde erstreckt sich über die ganze Welt, von Russland bis Amerika, von Australien bis Island. Trotz der geringen Größe sind die pfiffigen Kerle echte Jagdhunde mit einer Schneid, die sich manch großer Artverwandter nur wünschen kann. In der Familie sind sie vor allem Kindern treue Freunde.

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Jeder Hundefreund kennt sie und wenn man den einen oder anderen nach seinem ersten Hund fragt, bekommt man erstaunlich oft den Dackel als Antwort. Dass vor allem Dackel häufig zur Erfüllung des langjährigen Wunsches des Kindes nach einem eigenen Hund beitragen, mag daran liegen, dass sie große Persönlichkeiten in kompakter Größe sind. Sie können überall hin mitgenommen werden, sind robust und pflegeleicht und den Kindern Begleiter, die mit ihnen durch dick und dünn gehen. Dackel sind echte Allrounder und überzeugen mit ihrem Selbstbwusstsein und ihrem charmanten Wesen.

Mit unvergleichbarer Schneid auf der Jagd

Das enorme Selbstbewusstsein und der Mut sind die wichtigsten Voraussetzungen, um einen Hund dieser Größe als Jagdgebrauchshund in den Bau eines wehrhaften Dachses schicken zu können. Dachshunde leisten dem Menschen seit jeher hervorragende Dienste bei der Jagd. Sie gehen auf die frühen Bracken zurück, die mit dem Jäger das Dickicht zu den angelegten Fanggruben durchstreiften. Schmerzempfindlich, nervös oder gar ängstlich durften diese Hunde niemals sein. Das für damalige Geschmäcker wenig edle Aussehen der Bracken mit den typischen Hängeohren sorgte bei der auf „Schneit und Eleganz“ bedachten Züchtergesellschaft für wenig Begeisterung. Nur eingefleischte Rassefans unternahmen allem Widerstand zum Trotz züchterische Maßnahmen um die Rassen zu verfeinern und speziell die Arbeitsleistung zu verbessern. Besonders die große Stöberfreude, die Schnelligkeit und Geschicklichkeit im Dickicht und der hervorragende Spürsinn ließ die Anhängerschar letztlich doch rasant wachsen. Je mehr sich die besondere Raubzeugschärfe bei diesen Bracken herauskristallisierte, desto größer wurde das Interesse an einem niederläufigen, leichten, vor allem aber den Kampf mit dem Raubzeug (Dachs oder auch Fuchs) nicht scheuenden Spezialisten: den Dachshund oder auch Tachs-Kriecher (Tachs-Krieger), wie der Dachshund zu Beginn genannt wurde. Diese Hunde hatten im Erscheinungsbild mit den modernen Dachshunden noch nicht sehr viel gemein. Zahlreiche Maler, die die Dachshunde auf ihren Werken nach ihren Vorstellungen abbildeten, trugen maßgeblich zur Entwicklung des Rassestandards und der später geforderten Rassekennzeichen bei. Bereits in frühester Literatur wird bewundernd von der enormen Raubzeugschärfe, dem Mut und der außergewöhnlichen Ausdauer des Dachshundes bei der Jagd im Bau geschrieben. Emil Ilgner zitiert in seinem Buch „Dachshund“ beispielsweise F. Jester 1797 mit folgenden Worten: „Der Dachshund ist unter allen zur Jagd bestimmten Hunden seinem Körperbau nach der kleinste und schwächste, und doch übertrifft er sie alle an Herzhaftigkeit. Er sucht seinen ihm an Mut gleichkommenden, an Kräften aber im Grunde weit überlegenen Feind tief unter der Erde auf, bekriegt ihn hier auf eigenem Grund und Boden, kämpft mit ihm stunden-, ja tagelang, scheut weder Wunden noch Lebensgefahr und lässt selten eher nach, bis er entweder seinen Gegner durch anhaltende Tapferkeit zur Flucht genötigt und wohl gar aus seiner eigenen Wohnung vertrieben hat oder sein Herr ihm durch langsames und beschwerliches Nachgraben zu Hilfe zu kommen imstande ist“.

Bereits im Jahr 1888 wurde der Deutsche Teckelklub (DTK) gegründet. Nur ein Jahr später wurde das erste Teckelstammbuch von Ernst von Otto aufgelegt, in dem erstmalig Zuchtrichtlinien publiziert wurden. Die ersten Ausstellungen wurden freilich schon viel früher abgehalten.

3 Namen für 9 Hunderassen

Wenn uns ein Hundehalter sagt, dass er einen Dackel hat, wissen wir gleich viel oder wenig wie vorher. Dachshunde gibt es nämlich in drei verschiedenen Größen und nochmal drei verschiedenen Haararten. Diese Unterschiede sind durch die Einkreuzung unterschiedlicher Rassen entstanden. So werden Lang-, Kurz- und Rauhaardackel unterschieden.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 04/2015

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