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Rasseportrait English Springer Spaniel

Der English Springer besticht nicht nur durch sein hübsches Äußeres, das Ästhetik, Eleganz und Anmut in sich vereint, auch sein Wesen ist etwas ganz Besonderes. Grund genug, dieser, nicht allzu weit verbreiteten Rasse einmal näher unter ihren Pelz zu blicken.

Bis heute gelten die Springer Spaniel als hervorragende Jagdgebrauchshunde. Hierzulande werden sie inzwischen zunehmend als reine Begleithunde gehalten. Die Ursprünge der hübschen Spaniel reichen weit zurück. Genaue Zeitangaben sind jedoch mangels lückenloser Aufzeichnungen nicht mehr möglich. Wahrscheinlich aber gehören die passionierten Vierbeiner zu den ältesten britischen Spaniels.

Erste Hinweise bereits im Mittelalter

Vorläufer der heutigen Springer Spaniels findet man bereits auf Gemälden des Mittelalters. Schon damals hatten die sogenannten Habichtshunde die Aufgabe, Wild aufzustöbern (= „springing game“), zu dieser Zeit noch vor dem Falken oder Habicht. Die Bezeichnung „Springer“ wurde für diese Hunde erstmals 1570 von Dr. J. Caius erwähnt. Nachdem der zunehmende Einsatz von Feuerwaffen die Falkenjagd mehr und mehr verdrängte, verloren auch die damaligen Stöberhunde an Bedeutung. Jedoch verschwanden die „Springing Spaniels“, die große Ähnlichkeit mit Settern hatten, nie ganz.

Ein typisches Merkmal der britischen Landspaniel war ihre stets ähnliche Zeichnung: Das stark gewellte weiße Haarkleid mit dunkelbraunen oder schwarzen Platten, häufig kamen auch Braunschimmel vor. Die weiße Stirnblesse und Rutenspitze galten als Zeichen besonderen Adels, daher blieb die Rute damals unkupiert. Möglicherweise kam die rot-weiße Variante durch Einkreuzung des Epagneul Breton zustande. Gesicherte Beweise hierfür gibt es aber nicht. Als der schwarze Field Spaniel zur beliebtesten Spanielrasse aufstieg, verschwanden die rot-weißen Spaniels in England fast völlig. Nur in Wales züchteten Jäger ihren großen, ausdauernden und zähen rot-weißen Hund weiter, denn er war bestens an das raue Leben dort angepasst und bewährte sich hervorragend bei Jagden in diesem hügeligen Landstrich.

1902 wurden beide Springer Spaniel vom Kennel Club als eigenständige Rassen anerkannt. Während sich der Welsh erst zwischen 1920 und 1930 durch züchterische Verfeinerung und Festlegung eines konkreten Standards zu einer klar abgegrenzten eigenen Spaniel-Linie entwickelte, wurde der English Springer bereits seit Rasseanerkennung 1902 zuchtbuchmäßig nach einem eigenen Standard gezüchtet. Mit ca. 51 cm Schulterhöhe ist er der größte Vertreter aller Landspaniels. Obwohl er doch weiter verbreitet ist als sein Walisischer Bruder, ist er trotzdem nie zum Modehund geworden. Zudem gilt er als etwas ruhigerer Vertreter der beiden Springer Spaniels. Er verfügt über einen ausgeprägten „will to please“, möchte also seinen Leuten gefallen und kann somit als relativ leichtführig bezeichnet werden.

Fröhlich und nimmermüde am Sportplatz oder bei der Jagd

Eine kurzweilige Beschäftigung, die Körper und Geist fordert, braucht der agile Jagdhund in jedem Fall, denn langweilt er sich, sucht er sich schnell ein eigenes Hobby, das in Dauerkläffen, Zerstörungswut, unkontrolliertem Jagdverhalten oder Ähnlichem enden kann. Ein English Springer Spaniel ist also nichts für Langweiler und Couchpotatoes. Vielmehr eignet er sich für Naturfreunde und sportliche Menschen mit Zeit.
Im jagdlichen Einsatz beweist er hervorragende Stöberhundqualitäten. Er ist spurlaut und zeigt Wildschärfe. Außerdem ist er ein guter Verlorenbringer. Spurwille und -sicherheit beeindrucken ebenso wie seine Ausdauer, sein enormer Vorwärtsdrang und die große Wasserfreude. Nichtjäger können Ihren Springer Spaniel mit sportlichen Aktivitäten unterschiedlichster Art erfreuen, egal ob Agility, Dummy-Arbeit oder Fährtensuche, Jogging-, Rad- oder Wanderbegleiter. Auch als Rettungs- und Therapiehund macht er eine gute Figur, Hauptsache, er kann mit seinem Menschen im Team arbeiten. Außerdem liebt der temperamentvolle Vierbeiner natürlich lange, abwechslungsreiche Spaziergänge in Wald und Flur, sowie am Wasser. Ein Haus mit Garten ist für den quirligen Naturburschen natürlich ideal. Bei entsprechender Auslastung kann er aber genauso gut in einer Wohnung gehalten werden. Sein freundliches, fröhliches Wesen macht den hübschen Spaniel zu einem angenehmen, anhänglichen Begleiter.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 05/2018

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