Start Aktuelle Ausgabe Stoischer Eigenbrötler – der Chow Chow im Rasseportrait

Stoischer Eigenbrötler – der Chow Chow im Rasseportrait

Welch süßer kleiner Teddybär sitzt denn da vor mir? Das Fell sieht unfassbar flauschig aus und am liebsten würde ich sofort meine beiden Hände darin vergraben. Die dicken Ohren stehen gerade in die Höhe. Voller Freude und mit der blauen Zunge aus dem Mund heraushängend, läuft mir der kleine Welpe entgegen. Tatsächlich sieht diese Rasse wie ein Plüsch-Teddybär oder -Löwe aus. Die Rede ist vom Chow-Chow.

Die Geschichte des Chow-Chows reicht weit zurück in die Vergangenheit. Die Aufzeichn-
ungen über den Chow-Chow reichen bereits in die Zeit der Han-Dynastie (ca. 200 Jahre v. Chr.) in China zurück. Ihren Ursprung hat die Rasse in China, Sibirien und der Mongolei. Nicht umsonst bringt er die Namen aufgrund seines Erscheinungsbildes, beispielsweise „aufgeplusterter Löwenhund“, „Wolfshund“ oder „Bärenhund“ genannt, aus seiner Heimat mit. Jedoch bedeutet das Wort Chow übersetzt “Futter”, was Aufschluss über seinen ursprünglichen Verwendungszweck in diesem Land gibt. Nichtsdestotrotz wurde diese Rasse in China bereits seit der Antike gehalten und die chinesischen Kaiser liebten diese Hunde. Jedoch war der Chow-Chow, während er vom einfachen Volk gehalten wurde, als Fleischlieferant sehr beliebt.
Die Rasse hatte im Gegensatz zum heutigen Familienhund zunächst auch ihren Nutzen als Schlittenhund und wurde außerdem für die Jagd verwendet. Als die ersten Tiere dieser Rasse nach England kamen, waren diese auch auf dem englischen Hof sehr beliebt.

Fell und Pflege

Der Chow-Chow mit seiner pompösen Fellpracht braucht im Hinblick auf die Pflege ein besonderes Augenmerk. Nicht nur, dass dieses immer wieder Entzündungen an verschiedenen Bereichen der Haut am Körper hervorrufen kann. Die Fell- und Körperpflege ist somit das Um und Auf beim Chow-Chow. Deshalb sollte man vor dem Kauf dieser Rasse den Pflegeaufwand mit einkalkulieren. Neben dem täglichen beziehungsweise dem wöchentlichen Bürsten daheim sollte auch vor dem Hundefriseur-Besuch nicht gescheut werden.
Den Chow-Chow gibt es mit langem oder kurzem Haar. Laut internationaler Kriterien gibt es diese Hunderasse in verschiedenen Fellfarben wie Schwarz, Rot, Blau, Rehfarben, Creme oder Weiß.
Dass der Chow-Chow eine bläulich gefärbte Zunge hat, hat mit seiner Genetik zu tun. Ein Welpe dieser Rasse kommt nämlich mit einer rosa Zunge zur Welt. In dem Zeitraum, in dem die Welpen beginnen ihre Augen zu öffnen, färbt sich auch die Zunge des Chow-Chows. Wieso das jedoch so ist, konnte bis heute noch nicht genau geklärt werden. In der chinesischen Mythologie gibt es mehrere Theorien nach Geschichten, warum die Zunge des Chow-Chows blau gefärbt ist. Einer Legende nach zum Beispiel ist der Chow-Chow ein Drachenhund. Um einen ewigen Tag zu schaffen, nahm er sich vor, den gesamten Nachthimmel abzulecken, um ihm seine dunkle Farbe zu nehmen. Damit waren die Götter jedoch nicht einverstanden und bestraften den Chow-Chow daher mit einer blauen Zunge, um ihn an seine Taten zu erinnern.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 03/2020

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