Start Hund Gesundheit Tierisches Team: Die besten Berufe für Hundebesitzer und Tierliebhaber

Tierisches Team: Die besten Berufe für Hundebesitzer und Tierliebhaber

Hundebesitzer kennen das Dilemma: Kurz nach dem Gassi gehen wird Herrchen oder Frauchen den geliebten Vierbeiner wieder verlassen, um einen 8-Stunden-Arbeitstag zu bestreiten. Viele haben dann ein schlechtes Gewissen. Manche Hunde entwickeln mit der Zeit auch eine Art Phobie vor dem Alleinsein. Dieser Artikel stellt 4 Berufe vor, die sich perfekt mit dem eigenen Vierbeiner und der Liebe zu Tieren vereinen lassen.


 Foto: pixabay.com, ©12019, CCO Public Domain

Es wäre die optimale Lösung: Einfach mit dem Hund zur Arbeit gehen oder andere Hunde betreuen und den eigenen einfach mitbringen. Laut einer Befragung von Arbeitnehmern sprechen sich 52 Prozent der Befragten in Österreich für den Arbeitsplatz aus, an dem sie einen Hund mitbringen dürfen. Doch leider ist dies in der Realität oft nicht möglich. Geht man jedoch einen der folgenden 4 Berufswege, kann man sich über genau diesen Luxus erfreuen:

Tierarzt

Das ist wohl der Klassiker, an den die meisten denken, wenn sie über Berufe mit Haustieren nachdenken. Viele äußern schon als Kind den Wunsch Tierarzt zu werden. Für das Studium der Veterinärmedizin ist es aber nie zu spät. Studieren kann jeder, der die Voraussetzungen erfüllt. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. In Österreich kann nur an der veterinärmedizinischen Universität Wien  studiert werden.

Voraussetzungen:

  • Allgemeine und besondere Universitätsreife
  • bestandene Aufnahmeprüfung

Potentielle Studenten müssen außerdem:

  • physisch und psychisch belastbar sein
  • Verantwortungsbewusstsein mitbringen
  • empathiefähig für Mensch und Tier sein
  • lebenslang lernen wollen
  • Naturwissenschaften belegen

Dauer

Die Studiendauer beträgt 12 Semester. Zusätzlich werden noch viele Praktika absolviert. Es können nach dem bestandenen Studium weitere Spezialisierungen erworben werden.

Gehalt

Das Einstiegsgehalt für einen Tierarzt liegt bei etwa 2.100 Euro. Dies variiert stark nach dem Beschäftigungsort. So verdienen selbstständige Tierärzte deutlich mehr, als ihre angestellten Kollegen. In der Selbstständigkeit können sie aber auch ihren eigenen Hund mit in die Praxis nehmen. So ist dieser Seelentröster und tierischer Eisbrecher zugleich.


Foto: pixaby.com, © photo-graphe, CCO Public Domain

 Tierarztassistenten

Sie fühlen sich für ein Studium der Tiermedizin zu alt, möchten nicht so viel Verantwortung tragen oder finden keinen Studienplatz? Dann können Sie ihre Liebe zum Hund auch mit dem Beruf des Tierarztassistenten ausleben.

Tierarztassistenten helfen dem Tierarzt im Praxisalltag. So verwalten sie die Praxis, stellen Rechnungen aus und betreuen die Patienten. Zusätzlich sind sie direkt am Tier bei jeder Behandlung und stehen dem Tierarzt immer zur Seite.

Hunde sind in einer privaten Tierarztpraxis häufig willkommen. So können Sie Ihren Hund mit zur Arbeit nehmen.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Pflichtschulausbildung
  • bei Abschluss der Ausbildung muss das 18 Lebensjahr erreicht sein

Tierarztassistenten werden privat ausgebildet. Die Berufschancen stehen sehr gut. Die österreichische Tierärztekammer listet viele unbesetzte Stellen als Tierarztassistent.

Nähere Informationen zur Ausbildung können beim BFI Oberösterreich eingeholt werden. Dieser bildet auch aus.

Ausbildungsinhalt

  • Praxismanagement
  • alles rund ums Tier (Anatomie, Erkrankungen, Erste Hilfe, Verbände, Diagnostik, etc.)
  • Gerätekunde (für die Praxis, bei Operationen, zur Verwaltung)
  • Labortätigkeit
  • therapeutische Maßnahmen
  • Operationen (Durchführung und Nachsorge)

Dauer

Die praktische Ausbildung dauert 160 Stunden. Die theoretische Ausbildung kann in der Dauer variiert werden. Dazu bietet sich der Besuch einer Informationsveranstaltung im BFI an. Am Ende der Ausbildungszeit muss eine Prüfung bestanden werden.

Gehalt

Ein Tierarztassistent verdient zwischen 1.500 bis 2.000 Euro pro Monat. Das Gehalt kann je nach Arbeitsort variieren. Meisten kann in Absprache mit dem Tierarzt der eigene Hund zur Arbeit mitgebracht werden.

Tierpfleger

Tierpfleger arbeiten in Zoos oder Tierparks. Häufig kümmern sie sich nicht nur um heimische Tierarten, sondern auch um viele Exoten. Sie wissen daher genau über den Lebensraum und die Bedürfnisse der Tiere Bescheid. Hierbei geht es nicht nur um die Pflege, sondern auch das frühe Erkennen von Krankheiten oder Veränderungen. Tierpfleger wie Thomas Dörflein vom Zoo in Berlin, der den Eisbären Knut betreute, können sogar mediale Aufmerksamkeit erhalten.

Grundsätzlich sind Zoos und Tierparks offen gegenüber ihren Mitarbeitern und werden die Mitnahme des eigenen Hundes eher genehmigen als der Chef bei einem Bürojob. Natürlich muss der Hund eines Tierpflegers an einem Ort verweilen und darf nicht selbstständig durch den Park streifen. Daher muss ein gutes Verhältnis zwischen Hund und Halter bestehen.

Voraussetzungen

  • keine Angst vor Schmutz und körperlicher Arbeit
  • Tierliebe
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Verantwortung
  • Interesse an Naturwissenschaften

Ausbildungsinhalte

  • Anatomie und Physiologie
  • Verhaltenslehre
  • Zucht
  • Tierpflege und Hygiene
  • Diagnostik von Krankheiten
  • Rechtliches zum Thema Tierschutz, Fang und Transport
  • Grundlagen von Physik und Chemie
  • Labortätigkeit

Dauer

Die Ausbildungszeit variiert und hängt von der Leistung des Teilnehmers ab. Zusätzlich muss ein anderthalbjähriges Praktikum absolviert werden. Dies kann in Wildparks, Zoos oder Tierpensionen durchgeführt werden.

Gehalt

Tierpfleger verdienen im Schnitt zwischen 1.500 bis 1.800 Euro pro Monat. Die Stellen sind vielseitig und das Arbeitsumfeld ändert sich stetig. Damit kann auch das Gehalt steigen.


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  Tierverhaltenstrainer oder Hundetrainer

Beide Berufe helfen Besitzern von Haustieren zu einem optimalen Umgang und Erziehung ihrer Tiere. Hundetrainer gründen häufig im Laufe ihrer Tätigkeit eine eigene Hundeschule. Tierverhaltenstrainer sind auch für Pferde oder exotische Haustiere tätig. Grundsätzlich führen beide Berufe in die Selbstständigkeit.

Voraussetzungen

  • Tierliebe
  • Volljährigkeit bei Abschluss der Ausbildung

Ausbildungsinhalte

  • Betriebswirtschaft
  • Lerntheorien und Ethologie der Tiere
  • Verhaltensauffälligkeiten und Beobachtungen
  • Videoanalyse
  • veterinärmedizinische Grundlagen
  • physiotherapeutische Maßnahmen
  • Rollenspiele und Fallbeispiele

Dauer

Die Ausbildung umfasst 200 Unterrichtseinheiten und 24 Praxisstunden. Diese können über ein Praktikum noch vermehrt werden.

Gehalt

Tierverhaltenstrainer sind selbstständig. Daher richtet sich ihr Gehalt nach ihrem Aufwand und der Nachfrage von Kunden. Sicher spielt auch der Ort, an dem sie praktizieren, und die Tierart, die behandelt wird eine Rolle. Meistens verdienen Tierverhaltenstrainer zwischen 1.600 bis 3.000 Euro pro Monat.

Fazit

Für Berufseinsteiger und Quereinsteiger gibt es viele interessante Berufe mit Hunden. Sie können der Start in die Selbstständigkeit sein oder einfach den Traum von der Arbeit mit Tieren erfüllen. Jedenfalls ist Tierliebe ein Muss und kann in diesen Berufen voll ausgelebt werden.

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