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UK Obedience

Wie der Name schon vermuten lässt, kommt Obedience aus England ( to obey = etwas befolgen, gehorchen) und hat sich aus den Working Trials nach dem ersten Weltkrieg entwickelt.

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Ursprünglich als Kriegshunde eingesetzt, waren zur damaligen Zeit ausschließlich Deutsche Schäferhunde (aufgrund der Anti-Deutschen Stimmung „Alsatian“ genannt) zugelassen – der erste offizielle Wettkampf fand am 31. Jänner 1924 in London mit 16 gemeldeten Hunden statt. Hier tauchte der Name Obedience zum ersten Mal auf (als Teilbereich General Obedience). Der erste reine Obedience-Wettbewerb fand am 22. Oktober 1949 in London statt und es waren alle Rassen zugelassen! 1955 wurde Obedience auf der Crufts (die größte Hundeausstellung weltweit, jährlich im März, in Birmingham, Großbritannien) eingeführt – die Wettbewerbe sind für alle Rassen und Mischlinge offen, jedoch dominieren Border Collies und Working Sheepdogs deutlich die Meldestatistiken, und auch die Statistik der Siege.
Obedience als Wettkampfsport

UK Obedience ist ein Wettkampfsport für Hund und Handler und durch den englischen Kennel Club festgelegt (G-Rules) – anders als in der FCI, in der keine Hunde ohne Ahnentafel zu den großen Wettbewerben (Weltmeisterschaften) zugelassen werden, sind hier in Großbritannien, den Niederlanden und weiteren Ländern Meisterschaften offen für alle Hunde, egal ob mit oder ohne Stammbaum.

Wettkämpfe im UK Obedience finden in Belgien, den Niederlanden und Deutschland (seit 2011), und ab 2016 auch erstmals in Österreich, unter der Dachorganisation der Dutch Obedience Society (DOS), welche 1983 gegründet wurde, organisiert, in 6 Klassen statt – im englischen Königreich ist eine Teilnahme an 2 weiteren Klassen, und zwar der Einführungs-(Introductory) und den Multi-Choice-Klassen möglich!
Um in Championship C zu starten, muss der Hund die Klassen Novice, A und B jeweils dreimal gewonnen haben, und einen Sieg und drei Platzierungen als mindestens Dritter in Open C erreicht haben (in Kennel Club lizenzierten Bewerben, unter verschiedenen Richtern). Die Übungen sind vielseitig und abwechslungsreich, und beinhalten folgende Themen, je nach der jeweiligen Klasse in unterschiedlicher Schwierigkeit:

  • Heel on Lead (= Leinenführigkeit)
  • Heel free (= Freifolge)
  • Recall (= Hereinrufen)
  • Stays (= Bleibübungen) im Sitzen und Liegen
  • Retrieve a dumb-bell (= Apport eines Apportels) Retrieve any article (= irgendeinen Gegenstand apportieren)
  • Scentdiscrimination (= Identifizieren)
  • Sendaway
  • Drop
  • Recall (= voraussenden in drei unterschiedlichen Varianten, ablegen, abrufen in die Fußarbeit)
  • Distant Control (= Distanzkontrolle)

Die durch die DOS organisierten Wettkämpfe sind an das Reglement des englischen Kennel Clubs gebunden, allerdings den nationalen Gegebenheiten angepasst (Link zum Reglement: https://www.thekennelclub.org.uk/media/31936/obedregs.pdf)

Die wichtigsten Unterschiede zur FCI Obedience

Der Ring muss keine bestimmte Größe aufweisen, ist aber durch ein Absperrband deutlich markiert. Es gibt einen separaten Ring für die Bleibübungen, getrennt nach Rüden und Hündinnen und in den Bleibübungen kann eine unbegrenzte Anzahl an Hunden teilnehmen. Man kann in jeder Klasse auch eine Trainings-Runde laufen und pro Tag in maximal 3 Klassen gemeldet werden, egal ob Start (Competitive Round) oder Trainingsrunde (Training round).

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 03/2016

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