Start Hund Haltung Ulli Sima und ihr Hass auf „Listenhunde“

Ulli Sima und ihr Hass auf „Listenhunde“

In einem ORF-Niederösterreich Beitrag hat die Wiener SPÖ Stadträtin Ulli Sima nun tatsächlich ausgesprochen, was ihre zweifelhafte Politik seit Jahren vermuten lässt: es ist ihr Bestreben, Wien möglichst frei von „Listenhunden“ und die Stadt dadurch ihrer Meinung nach „sicherer“ zu machen, wie sie im Beitrag angibt. 

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Listenhunde raus aus Wien

Ungeachtet der Tatsachen, dass zahlreiche deutsche Bundesländer ihre Rasselisten inzwischen längst wieder abgeschafft haben, da sie wie zu erwarten war keinerlei Auswirkungen auf die Häufigkeit von Beißunfällen hatten, verbeißt sich Ulli Sima weiterhin an ihrer Idee des gefährlichen Listenhundes. Schon bei Erstellung der Rasseliste wurde schnell klar, wie wahl- und ahnungslos Rassen zusammengefasst wurde. So fand sich beispielsweise der Dogo Argentino gleich zwei Mal, sowohl als Dogo Argentino als auch als Argentinischer Mastiff auf der Liste. Außerdem wird der Tosa Inu angeführt, von dem es in Österreich seit Jahren keinen einzigen Wurf gibt. Doch all sowie zahlreiche Proteste führender Wissenschafter, Kynologen und Tierschützer sind für Ulli Sima kein Anlass, sich sowie das eigene Handeln zu reflektieren. Auch wenn jeder einzelne der auffällig gewordenen Hunde aus zweifelhaften Verhältnissen stammt und sich deren Halter immer durch in erster Linie unverantwortungsbewusstes Handeln klar als Risikofaktor zeigten, hält Ulli Sima weiter an ihrer Vorstellung der gefährlichen Listenhunde fest und peitscht sämtliche Gesetzesänderungen zu Lasten seriöser Hundehalter auf unvergleichbar diktatorische Weise durch.

Folgende Hunderassen sowie deren Kreuzungen gelten in Wien als „Listenhunde“:

  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Mastino Napoletano
  • Mastin Espanol
  • Fila Brasileiro
  • Mastiff
  • Bullmastiff
  • Tosa Inu
  • Pit Bull Terrier
  • Rottweiler
  • Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff)

Dessen Haltung erfordert in Wien einen Hundeführschein. Hunde der genannten Rassen müssen an öffentlichen Orten einen Maulkorb und eine Leine tragen. Davon ausgenommen sind an allen Seiten umzäunte Hundezonen. In nicht abgezäunten Hundeauslaufzonen gilt Maulkorbpflicht. Diese Verpflichtungen gelten auch für Personen, die mit ihrem Hund der oben genannten Rassen nur kurz in Wien aufhältig sind. In besonderen Fällen ist eine Ausnahmegenehmigung möglich. (Quelle: https://www.oesterreich.gv.at/)

Beispielhafte Ignoranz

Die Tatsache, dass sich ungeeignete Hundehalter auch dann einen großen, wehrhaften Hund egal welcher Rasse anschaffen werden, wenn der letzte Listenhund Wien verlassen hat, stößt auf wenig Gehör. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Hunderassen hätte auch Ulli Sima die Erkenntnis gebracht, dass die Gefahr, die von einem Hund ausgeht, nicht allein an seiner Rasse festgemacht werden kann. Vielmehr spielen Aufzucht, Haltungsbedingungen und das soziale Umfeld eine wesentliche Rolle bei der Wesensbildung. Worauf begründet Ulli Sima ihr Argument der gefährlichen Listenhunde, wenn die Beißstatistiken seit Jahren ausgerechnet von Dackel und Deutschem Schäferhund, also zweier Rassen, die nicht auf der Rasseliste stehen, angeführt werden? Und warum müssen sich Wiener Hundehalter einer herrschsüchtigen Stadträtin derart hilflos ausgeliefert sehen? Es scheint gar so, als hätte Ulli Sima längst vergessen, in wessen Dienst sie sich seinerzeit als Politikerin gestellt hat und wessen Interessen sie in erster Linie zu vertreten hat!

Wir bieten „Listenhunden“ eine Bühne – zeig sie, wie sie wirklich sind!

Als Hundemagazin können wir einer außer Kontrolle geratenen Politikerin leider nicht die Eckpfeiler ihrer täglichen Arbeit bindend vermitteln. Wir können aber den Gegenbeweis für Ulli Simas fast schon schmerzend unwahre Behauptungen bestimmten Rassen gegenüber antreten. Und zwar mit Ihrer Hilfe!

Wir suchen „Listenhunde“, die beispielsweise als Therapiehunde, Lawinensuchhunde, Blindenhunde, Assistenzhunde tagtäglich wertvolle Arbeit im Dienste des Menschen verrichten. Wir suchen aber auch „Listenhunde“, die ihrer Familie wertvolle Begleiter, Freunde, Partner sind. Schicken Sie uns den Lebenslauf sowie einige aussagekräftige Fotos Ihres vierbeinigen Lieblings an redaktion@yourdogmagazin.at , der durch die Anlassgesetzgebung von Ulli Sima zu Unrecht an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Wir präsentieren in unserer nächsten Ausgabe „Listenhunde“ fernab der Politik wie sie wirklich sind und bieten ihnen die Bühne, die sie sich täglich durch ihren liebevollen, duldsamen und treuen Charakter verdienen!

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