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Unterwegs mit dem Hund – So geht es dem Vierbeiner auch im Auto gut

Unterwegs mit dem Hund – So geht es dem Vierbeiner auch im Auto gut

Es ist doch eigentlich der Traum eines jeden Hundebesitzers, wenn er mit seinem besten Freund auf vier Pfoten in den Urlaub starten kann. Leider sind lange Reisen aber auch eine unglaubliche Belastung für die Fellnasen. Vor allem bei Flügen, sollte man sich wirklich zweimal überlegen, ob man den Hund unbedingt mit dabeihaben möchte, weil man ihm dann vermeidbaren Qualen aussetzen würde. Viel tierfreundlicher ist hier wohl eine eher kürzere Reise, die mit dem Auto unternommen werden kann. Dennoch gibt es dabei einige Punkte zu beachten.

Eine geeignete Sicherung für den Vierbeiner

In Österreich gilt der Hund – juristisch betrachtet – während der Autofahrt als Gegenstand. Das mag zwar komisch klingen, aber ist aber in der Praxis eigentlich ganz vernünftig. Denn das bedeutet, dass das Tier gut gesichert sein muss. Kleinere Hunde können beispielsweise angeschnallt werden. Bei größeren Rassen sollte man sich jedoch eine Transportbox für den Kofferraum zulegen. Dabei können die verschiedenen Modelle angepasst werden, je nach Platz im Auto. Alternativ ist es möglich sich mit einem Trenngitter zu behelfen. Wird der Hund nicht ordnungsgemäß gesichert, kann das Strafen in Höhe von bis zu 5.000 Euro nach sich ziehen.

  • Anschnallen: Hier ist es sehr wichtig, dass die Anschnallgurte auf keinen Fall am Halsband befestigt werden. Bei einer Vollbremsung oder einem Unfall könnte das schwere Verletzungen oder sogar den Tod des Tieres bedeuten. Deshalb sollte man ein Transportgeschirr verwenden. Das muss zwar eng sitzen, darf aber nicht einschneiden. Die Gurtlänge sollte hier passend gewählt werden. Wenn der Spielraum zu kurz ist, kann der Hund sich kaum noch bewegen. Ist der Gurt zu lang, verfehlt er möglicherweise seine Wirkung und der Vierbeiner wird trotzdem durchs Auto geschleudert.
  • Transportbox: Ab einer bestimmten Größe ist es sicherer für das Tier, wenn es in einer Box transportiert wird. Je nach Hund kann man sie auf dem Rücksitz, auf dem Beifahrersitz oder im Fußraum abstellen. Bei größeren Vierbeinern ist es sinnvoll eine Box im Kofferraum des Fahrzeugs fest und passgenau zu installieren. Der Hersteller Dogsworld bietet sogar maßgefertigte Hundeboxen für jeden Fahrzeugtyp an. Der Vorteil einer Transportbox ist vor allem die Sicherheit. Laut dem österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclub, kurz ÖAMTC, ist die Box im Kofferraum sogar die sicherste Variante.
  • Trenngitter: Diese Vorrichtung bietet ähnliche Vorteile, wie die fest installierte Box im hinteren Teil des Autos. Das Gitter wird an den hinteren Kopfstützen angebracht, sodass der komplette Kofferraum weiterhin genutzt werden kann.

 

Vor der Fahrt

Eine Eingewöhnungszeit vor der ersten Fahrt mit dem Vierbeiner ist ebenfalls sehr wichtig. Selbst mit der besten Ausrüstung kann eine Autofahrt für einen Hund dennoch Stress bedeuten. Deshalb sollte man ihn langsam an die Situation gewöhnen. Am besten macht man ihn zuerst mit dem Fahrzeug vertraut. Das Auto soll auf eigene Faust erkunden werden können und zwar ohne, dass der Motor läuft. Eine Möglichkeit dabei kann es sein, die Fellnase mit ihren Lieblingsleckerlis in den Innenraum zu locken oder sie hineinzuheben und sie direkt zu belohnen. Auf diese Art werden positive Assoziationen geschaffen.

Eine vertraute Atmosphäre schaffen

Hat man es bis zu diesem Punkt geschafft, sollte man es seinem haarigen Liebling so angenehm wie möglich machen. Dazu zählt, dass man eine gewisse Routine einführt. Das bedeutet, dass der Hund bei jeder Fahrt einen festen Platz haben sollte. Ein Kissen oder seine Lieblingsdecke helfen ihm bei der Fahrt zu entspannen. Je nach Möglichkeit ist es beruhigend für das Tier, wenn es Blickkontakt aufnehmen kann.

Während der Fahrt

Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Fahrten in der Regel nicht zu lange dauern. Sollten weitere Routen doch nicht vermeidbar sein, sollten immer wieder Pausen eingelegt werden. Diese werden dann genutzt, um kurz Gassi zu gehen, damit der Hund sich die Beine vertreten kann. Das sorgt auch dafür, dass etwas Stress abgebaut werden kann. Außerdem sind Pausen schöne Gelegenheiten, um den Vierbeiner mit ein paar Leckerlis zu belohnen.

Während der Fahrt sollte man jedoch eher auf Essen verzichten. Durch die Aufregung kann es nämlich vorkommen, dass sich das Tier übergeben muss. Richtig füttern sollte man den Vierbeiner schon vor der Fahrt.

Vor allem bei längeren Fahrten sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Hund ausreichend zu trinken hat.

Nie im Auto allein lassen

Das gilt natürlich nicht nur für die Sommermonate, wobei Autos hier für Hunde zu Todesfallen werden können. Es kommt nämlich dabei nicht auf die Außentemperatur an, sondern auf die Kraft der Sonnenstrahlen, die auf das Fahrzeug treffen. Die Strahlen dringen vorwiegend durch die Fenster auf die Oberflächen im Inneren des Autos und diese erwärmen sich sehr schnell. Das Auto funktioniert dann ähnlich wie ein Treibhaus.

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Falls man ein eingesperrtes Tier im Auto beobachtet, sollte man sofort handeln und die Polizei unter der Nummer 133 informieren. Für Halter kann das Strafen von bis zu 7.500 Euro bedeuten.

Trotz aller Sicherungsmaßnahmen, sollte man sich dennoch vorher darüber Gedanken machen, ob man seinen Hund einer längeren Fahrt aussetzen möchte. Wenn der Vierbeiner mit dabei ist, ist die Sicherung das A und O. Ansonsten können neben der Verletzungsgefahr des Tieres sogar Strafen drohen.

Bild: unsplash.com, © Adrian

Video: YouTube.com, © Tierschutzombudsstelle Wien

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